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Expertensprechstunde:

Osteopathie

Der Orthopäde und Osteopath Herr Dr. Torsten Schopf aus Stuttgart beantwortet uns im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen von Patienten.

 

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Behandler für Osteopathie

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Behandler für Osteopathie
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Was ist eigentlich Osteopathie?

Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still gilt als Wegbereiter der Osteopathie. Man versteht darunter eine ganzheitliche manuelle Therapie, bei der mit den Händen Funktionsstörungen diagnostiziert und behandelt werden. Die Osteopathie arbeitet entweder alleine oder begleitend zur Schulmedizin.

Die grundlegende Idee dahinter ist, dass der Körper als Funktionseinheit betrachtet wird, grundsätzlich zur Selbstregulierung befähigt ist und eine Heilung durch die Förderung der Selbstheilungskräfte des Körpers möglich ist. Dabei geht man davon aus, dass sämtliche Körperfunktionen von der ungestörten Ent- und Versorgung durch das Nerven- und Gefäßsystem abhängen.

Wo kann Osteopathie helfen?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Bereichen der Osteopathie. Dazu gehören:

Die parietale Osteopathie: Darunter versteht man die Behandlungen von Schmerzen und Störungen im Bereich von Muskeln und Knochen sowie des Bewegungssystems.

Die viszerale Osteopathie: Dazu gehören Behandlungen von Störungen, Beschwerden und Missempfinden im Bereich der Organe des Bauchraums und der Brust.

Die kraniosakrale Osteopathie: Damit sind die Behandlungen von Störungen des kraniosakralen Rhythmus, von Kopfschmerzen, Schlafstörungen usw. gemeint.

Gibt es Grenzen in den Behandlungsmethoden der Osteopathie?

Akute Infektionen, wie beispielsweise bakterielle Entzündungen von Organen, müssen schulmedizinisch behandelt werden. Auch Unfälle, Tumore, psychische Erkrankungen und andere schwere Erkrankungen gehören definitiv in die Hand eines Facharztes. Osteopathie ist keine Notfallmedizin. Ganz anders sieht es bei chronischen Erkrankungen aus. So stellt die Osteopathie gerade bei neurologischen und rheumatischen Erkrankungen eine begleitende Therapieform da, die Beschwerden lindert und die Lebensqualität steigert.

Wie läuft eine osteopathische Behandlung ab?

Normalerweise dauert die erste Behandlung ungefähr 1 Stunde. Dabei erfolgt eine gründliche Untersuchung, die sich auch mit der medizinischen Vorgeschichte des Patienten auseinandersetzt. So möchte der Osteopath beispielsweise wissen, ob es frühere gewebeschädigende Einflüsse gab, Operationen, Infektionen oder Stürze. Jede Kleinigkeit kann ein wichtiges Element in einer Ereigniskette sein.

Nach einer anschließenden genauen Betrachtung der Statik und der Anatomie erfolgt eine manuelle Untersuchung. Oft wundern sich Patienten, dass sie nicht nur an den schmerzenden Stellen untersucht werden, sondern am ganzen Körper. Dabei ist die grundlegende Idee der Osteopathie, dass kein Organ für sich allein steht, sondern alles miteinander ganzheitlich in Verbindung ist.

Aus diesen Untersuchungen resultiert ein Befund, der oft mit weiteren diagnostischen Tests abgesichert wird, um eine realistische Einschätzung des Therapieablaufs erhalten zu können. Die meisten Techniken der Osteopathie sind sanft und entspannend. Ausgleichende Berührungen therapieren Fehlstellungen, Spannungen sowie Blockaden und regen die Durchblutung an. Damit werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Nach der Behandlung ruht der Patient in der Regel 10-30 Minuten.

Vor einigen Wochen habe ich mir im Hobbykeller ungeschickt den Kopf eingeklemmt. Seitdem leide ich permanent unter Kopfschmerzen, außerdem höre ich auf der einen Seite nicht mehr so gut. Könnte mir eine osteopathische Behandlung helfen?

Natürlich ist eine Ferndiagnose nicht möglich, es liegt aber durchaus nahe, dass sich eine Blockade des Schläfenbeins eingestellt hat. Das ist der Knochen um die Ohrmuschel herum – in diesem Knochen sitzt das Hör- und Gleichgewichtsorgan. In diesem Fall hat eine osteopathische Behandlung hohe Aussichten auf Erfolg.

Ich bin Mitte 40 und habe schon seit geraumer Zeit Schmerzen im Bereich der Schulter und im Nacken. Mein Mann meint beobachtet zu haben, dass nach Kaffeekonsum, Kuchen und reichhaltigen Essen meine Beschwerden zunehmen. Meine Lebensqualität hat sich dadurch deutlich eingeschränkt. Macht es Sinn, einen Osteopathen aufzusuchen?

Die von Ihnen beschriebenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten deuten auf eine Überlastung der Leber und der Gallenblase hin. Vermutungsweise wird auch Ihr Magenbefund auffällig sein. Diese drei Organe können Kopf-, Schulter- und Nackenschmerzen verursachen. Eine osteopathische Behandlung in Kombination mit einer Leberkur, beispielsweise mit einem Artischockenpräparat, würde mir als erstes dazu einfallen. Es ist gerade bei solch lang anhaltenden, die Lebensqualität einschränkenden Symptomatiken sinnreich, sich in die Hände eines Osteopathen zu begeben.

Meine zwölfjährige Tochter leidet seit über fünf Jahren an Harnblasensentzündungen, die ständig wiederkehren. Trotz mehrfacher Krankenhausaufenthalte muss sie ständig Antibiotika nehmen, das Schulschwimmen oder kalte Füße lösen bei ihr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Entzündungen aus. Sie trinkt ca. 1 Liter Flüssigkeit pro Tag. Das müsste doch reichen?

In jedem Fall sollte sie ihre Trinkmengen auf ca. 3 Liter am Tag erhöhen, einerseits um zur Entfernung von Bakterien beizutragen, andererseits um die Harnblase zu dehnen. Lassen Sie bitte osteopathisch abklären, ob bei der Harnblase ein Spasmus vorliegt. Ich bin sicher, dass ein erfahrener Osteopath ihrer Tochter rasch helfen kann.

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema "Osteopathie" oder zu unserem Experten, dem Orthopäden und Osteopathen Dr. Torsten Schopf aus Stuttgart, finden Sie hier:

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