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Thrombose

Eine Thrombose entsteht, indem sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) verengend auf Blutgefäße auswirkt, sodass der Blutfluss beeinträchtigt wird. Eine Thrombose sollte schnellstmöglich erkannt und behandelt werden, um bleibende Schäden an den Blutgefäßen, den Organen und den Extremitäten zu verhindern. Durch Thromben kann es zum lebensbedrohlichen Verschluss von Adern kommen (Embolie).

Die Fähigkeit des Blutes zur Gerinnung ist eigentlich ein Schutzmechanismus, um den Körper bei offenen Wunden vor dem Verbluten zu bewahren. Das gerinnende Blut verklumpt und schottet die Wunde hierdurch möglichst schnell wieder zur Außenwelt ab. Falls die natürliche Gerinnungsfähigkeit des Blutes durch Erkrankungen ansteigt, erhöht sich das Risiko einer Thrombose.

Thrombose in Arterien und Venen

Thromben können sich in jeder Ader des menschlichen Körpers und auch im Herzen bilden. Bei einer arteriellen Thrombose steigt das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Eine Thrombose in den tiefer liegenden Beinvenen kann chronische Venenerkrankungen bewirken und birgt ein erhöhtes Risiko für eine lebensgefährliche Lungenembolie. Zu den häufiger betroffenen Venen zählen außerdem bestimmte Venen im Gehirn, den Arm- und Schultergürteln und im Magen-Darm-Trakt.

Symptome und Ursachen von Thrombose

Zu den Anzeichen einer Thrombose zählen Schwellungen, Hitzegefühle, bläuliche Verfärbungen und Schmerzen beim Drücken auf bestimmte Hautpartien. Die Ursachen von Thrombose lassen sich in drei Bereiche einteilen: Strömungswiderstände in Blutgefäßen, zu langsame Fließgeschwindigkeit des Blutes und eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes.

In den ersten Bereich fallen beispielsweise Verengungen durch Narben und Tumore. Zum zweiten Bereich zählen unter anderem verringerte Muskelspannung und Flüssigkeitsmangel. Eine erhöhte Gerinnungsneigung kann durch Erkrankungen des Autoimmunsystems und Krebs sowie die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente wie der Verhütungspille entstehen. Das Thrombose-Risiko steigt generell mit zunehmendem Alter, durch Übergewicht, durch langjähriges Rauchen und nach vorangehenden Thrombosen.

Die Diagnose von Thrombose

Zu den weiterführenden diagnostischen Mitteln zählen bildgebende Verfahren wie Ultraschall, MRT, CT und die Phlebografie, bei der Röntgenaufnahmen nach dem Einbringen eines Kontrastmittels erstellt werden. Zudem kann eine ausführliche Blutanalyse wichtige Hinweise auf das Vorliegen von Thromben im Blutkreislauf liefern. Mit der Thrombophiliediagnostik lässt sich hierbei eine angeborene Blutgerinnungsstörung ausschließen bzw. erkennen.

Thrombose-Therapie

Thrombosen werden medikamentös, mit Kompressionstherapie oder operativ behandelt. Der Ort des Thrombus spielt eine wesentliche Rolle bei der Bestimmung der optimalen Therapie. Oftmals müssen mehrere Behandlungen kombiniert werden, um schwerwiegende gesundheitliche Folgen einer Thrombose zu unterbinden. Das erste Ziel der Thrombose-Therapie ist, zu verhindern, dass sich der Thrombus von der Venenwand löst und über den Blutkreislauf in lebenswichtige Organe gelangt.

Durch Kompressionsverbände und das Entlasten der betroffenen Bereiche, beispielsweise das häufige Hochlegen der Beine, kann einer weiteren Anstauung von Blut entgegengewirkt werden. Das Wachstum von Thromben kann mit bestimmten Medikamenten gezielt unterbunden werden, was im Idealfall zum Abbau des Blutgerinnsels durch körpereigene Enzyme führt. Mit gerinnungshemmenden Medikamenten kann die Entstehung weiterer Thromben verhindert werden.

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Zuletzt aktualisiert am: 12.10.2020

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