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Lungenkrebs

Lungenkrebs ist in Deutschland die dritthäufigste Krebserkrankung und kann in allen Abschnitten der Lunge entstehen. Dabei entstehen die Krebszellen aus entarteten Zellen der Bronchialschleimhaut, weshalb ein Lungenkarzinom auch als Bronchialkarzinom bezeichnet wird.

Knapp 20% der Lungenkarzinome sind kleinzellig und besonders aggressiv. Kleinzellige Lungenkarzinome wachsen mit hoher Geschwindigkeit und metastasieren sehr schnell im gesamten Körper aus.

Lungenkrebs wird in erster Linie durch schädigende Substanzen, die über die Atmung in das Lungengewebe gelangen, begünstigt. Als Hauptrisikofaktor gilt das Rauchen von Tabak. Insbesondere durch Passivrauchen können vermehrt krebserregende Substanzen aufgenommen werden und zu einer Schädigung der Bronchien führen.

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Aber auch eine hohe Schadstoffbelastung in der Luft, giftige Dämpfe/Stäube am Arbeitsplatz, eine ungesunde Lebensweise, Infektionen oder genetische Faktoren erhöhen das Erkrankungsrisiko. Zu den Risikogruppen zählen vor allem ältere Raucher, Patienten mit chronischer Bronchitis oder einer früheren Krebserkrankung. Auch familiäre Vorbelastungen steigern die Gefahr eines Lungenkarzinoms.

In frühen Stadien verursacht Lungenkrebs häufig keine Beschwerden, erst im weiteren Verlauf treten vermehrt Krankheitssymptome auf.

Häufige Anzeichen für das Vorliegen der Erkrankung sind:

  • Häufiger Husten ohne das Vorliegen einer Erkrankung oder einer Allergie
  • Chronischer Hustenreiz mit Auswurf, auch blutiger Auswurf möglich
  • Atemnot
  • Brustschmerzen
  • Leistungsverlust
  • Gewichtsabnahme
  • Heiserkeit
  • Schluckbeschwerden
  • Knochenschmerzen
  • Angeschwollene Lymphknoten

Eine zuverlässige Früherkennung von Lungenkrebs überschreitet bislang die diagnostischen Methoden. Häufig werden beginnende Tumore zufällig auf einem Röntgenbild entdeckt, wenn die Lunge aus einem anderen Grund geröntgt wird.

Besteht ein akuter Krebsverdacht, so erfolgen verschiedene, medizinische Untersuchungen. Erste Anzeichen über das potenzielle Krebsrisiko liefern der allgemeine Gesundheitszustand, typische Lymphknotenschwellungen sowie die Krankengeschichte des Patienten. Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen, MRT und CT lassen sich Gewebsveränderungen und Tumorbildung feststellen.

Über eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) können die tiefliegenden Atemwege der Lunge beurteilt und Gewebeproben entnommen werden. Das entnommene Gewebe wird anschließend histologisch auf Krebszellen geprüft. Sind die Veränderungen für ein Bronchoskop nicht erreichbar, so kann an entsprechender Stelle eine Nadelbiopsie für eine Gewebeprobe durchgeführt werden.

Es werden zwei grundlegende Formen bei Lungenkrebs unterschieden. Der kleinzellige Lungenkrebs ist sehr fein in seiner Gewebestruktur und breitet sich sehr schnell über Blutbahn und Lymphe in Lunge, Skelett, Knochenmark, Leber und Gehirn aus. Eine Therapie ist sehr schwierig. Größte Erfolgsaussichten haben hier Kombinationsbehandlungen. Nicht-kleinzellige Lungenkarzinome wachsen und metastasieren langsamer.

Für die richtige Therapie ist es bei Lungenkrebs zunächst erforderlich, das Karzinom dem korrekten Stadium zuzuordnen. Bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs werden 4 verschiedene Stadien unterschieden, wobei Tumorgröße, Lymphknotenbeteiligung und Metastasenbildung (TNM-Klassifikation) beurteilt werden. Die folgende Tabelle zeigt die Klassifizierung der unterschiedlichen Erkrankungsstadien.

Expertensprechstunde:

Lungenkrebs (Lungenkarzinom)

Lungenkrebs

Lungenkrebs ist in Deutschland die dritthäufigste Krebserkrankung und kann in allen Abschnitten der Lunge entstehen. Knapp 20% der Lungenkarzinome sind kleinzellig und besonders aggressiv. Auch familiäre Vorbelastungen steigern die Gefahr eines Lungenkarzinoms. Im Rahmen dieser Expertensprechstunde beantwortet unser Experte, Internist Dr. med. Eckart Maass aus Ahrensburg, Fragen von Patienten zum Thema „Lungenkrebs“.

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Tabelle zur Klassifizierung des nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms
Frühes Stadium Tumor-Ausdehnung Lymphknotenbeteiligung Metastasen-bildung
I/A <2 cm Nein Nein
I/B 2-3 cm Nein Nein
II/A <3 cm Nein Nein
II/B 5-7 cm bzw. <7 cm erfasst Zwerchfell/Hauptbronchus oder har Satellitenherde Ja, in der Lunge oder an der Lungenwurzel derselben Seite Nein

Fortgeschrittenes Stadium Tumor-Ausdehnung Lymphknotenbeteiligung Metastasen-bildung
III/A >7cm bzw. erfasst benachbarte Strukturen wie Mediastinum, Herz, Blutgefäße, Luftröhre oder Wirbelkörper Ja, auch im Lymphknoten im Mediastinum Nein
III/B Tumor erfasst benachbarte Strukturen, Tumorausausbreitung bis auf den anderen Lungenlappen, Mediastinum, Herz, Blutgefäße, Luftröhre oder Wirbelkörper Ja, inkl. entfernte Lymphknoten auf der anderen Seite des Brustkorbs Nein

Spätes Stadium Tumor-Ausdehnung Lymphknotenbeteiligung Metastasen-bildung
IV Tumor erfasst benachbarte Strukturen, Tumorausausbreitung bis auf den anderen Lungenlappen, Mediastinum, Herz, Blutgefäße, Luftröhre oder Wirbelkörper Ja, inkl. entfernte Lymphknoten auf der anderen Seite des Brustkorbs Ja

Die Behandlung dieser Krebsart muss spezifisch auf das jeweilige Lungenkarzinom und sein Stadium abgestimmt werden. Eine pathologische Beurteilung gibt Aufschluss über das mutierte Erbgut der Krebszellen und ermöglicht den gezielten Einsatz von Chemotherapie und Biopharmaka zur Hemmung sowie Schädigung des Tumorstoffwechsels. Weitere Behandlungsmaßnahmen sind eine operative Tumorentfernung, Lungenbestrahlung.

Nicht-Kleinzellige Tumore im Stadium Ia und Ib können durch eine Operation vollständig entfernt werden. Ist eine operative Behandlung nicht möglich kann eine Lungenbestrahlung durchgeführt werden. Je nach Form und Stadium des Lungenkarzinoms erfolgt eine individuelle Therapie in gemeinsamer Abstimmung des Onkologen mit Pneumologen, Thoraxchirurgen, und Strahlentherapeuten.

Lungenkrebs im Stadium IV ist nicht mehr heilbar. Die Therapie erfolgt symptombezogen und ist auf lebensverlängernde Maßnahmen ausgerichtet. Grundsätzlich gibt es für Lungenkrebs keine regulären Vorsorgeuntersuchungen. Blutuntersuchungen auf Tumormarker sind nicht zuverlässig. Eine gesunde Lebensweise und der Verzicht auf Tabakprodukte trägt nachweislich zur Senkung des Erkrankungsrisikos bei.

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