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Fersensporn (Kalkaneussporn) | Alles rund um das Thema Fersensporn

Fersensporn: Schmerzen beim Auftreten – was tun?

Als Fersensporn werden dornartige knöcherne Fortsätze am Fersenbein bezeichnet, die der Körper als Folge von fehlerhaften Belastungen ausbildet. Bereits ein wenige Millimeter langer Fersensporn kann zu starken Schmerzen beim Auftreten führen.

Die moderne Orthopädie bietet Abhilfe durch diverse Behandlungsmethoden für die unterschiedlichen Stadien der verbreiteten Erkrankung. Auf eine operative Entfernung kann meist verzichtet werden. Ausgeprägte Fersensporne können mit der fokussierten Stoßwellentherapie gezielt aufgelöst und vom Körper resorbiert werden.

Wie entsteht ein Fersensporn?

Beim Auftreten lastet nahezu das gesamte Körpergewicht auf der Ferse. Hinzu kommen die enormen dynamischen Kräfte bei der Fortbewegung, insbesondere bei sportlichen Aktivitäten wie Jogging und Ballsportarten. Da die Evolution unsere Füße in erster Linie an unregelmäßige und weiche Untergründe wie den Waldboden angepasst hat, kann bereits das lange Stehen auf harten Böden wie Asphalt zu starken Fehlbelastungen der Sehnenansätze am Fersenbein führen.

Wenn diese Sehnen übermäßig beansprucht werden, können sich kleine Risse im Gewebe und schließlich Entzündungen ausbilden. Hierauf reagiert der Organismus mit der Ablagerung von Kalk, aus dem an den Sehnenansätzen schließlich ein knochenartiger Fortsatz entsteht. Die Schmerzen beim Auftreten auf diesen dünnen und länglichen Fersensporn können sich schließlich beinahe so anfühlen, als würde man auf einen Nagel treten.

Anfangs erscheinen die Schmerzen meist nur bei den ersten morgendlichen Belastungen der Füße (Anlaufschmerz) und verschwinden im Laufe des Tages bald wieder. Bleibt der Fersensporn unbehandelt, lassen sie jedoch nicht mehr nach und sind bei jedem einzelnen Schritt bemerkbar. Selbst alltägliche Bewegungsabläufe sind dann im schlimmsten Fall mit derart starken Schmerzen verbunden, dass man sie kaum noch ausführen kann.

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Fersensporn: Behandlungsmethoden

Das wichtigste therapeutische Mittel für eine schnelle Linderung der Schmerzen sind Einlagen für die Schuhe. Der Orthopäde analysiert die anatomisch relevanten Details und die Bewegungsabläufe beim Gehen, um diese Einlagen individuell maßgefertigt in Auftrag zu geben. Mit den Schuheinlagen können die schmerzhaften Belastungen bereits zu einem Großteil ausgeglichen werden. Dehnübungen sind ebenfalls sehr hilfreich dabei, die angegriffenen Sehnen zu entlasten. Unter Umständen müssen vorliegende Entzündungen zusätzlich medikamentös behandelt werden, beispielsweise durch Cortisonspritzen. All diese Mittel helfen zwar gegen die Schmerzen, lassen den Fersensporn selbst aber unberührt.

Hier setzt die fokussierte Stoßwellentherapie an: Mit Druckwellen, die gezielt in das tief liegende Gewebe gesendet werden, wird die Durchblutung angeregt und die Kalkablagerung über komplexe physiologische Reaktionen in kleinere Stücke zerteilt. Diese kann der Körper wieder abtransportieren und resorbieren. In der Regel genügen vier bis fünf Behandlungstermine, die nur etwa zehn Minuten dauern, um einen Fersensporn wieder aufzulösen. Die Stoßwellentherapie kann unter Umständen leichte Schmerzen mit sich bringen, hat sich jedoch als sehr effizientes Mittel der Fersensporn-Therapie bewährt. Ab einer gewissen Größe des Fersensporns hilft jedoch nur noch eine Operation, bei der dieser vollständig entfernt wird. In der Regel kann dieser Eingriff ambulant erfolgen.

Vorbeugen lohnt sich

Gängigen Schätzungen zufolge bilden etwa zehn Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens einen Fersensporn aus. Damit es nicht so weit kommt, ist geeignetes Schuhwerk die wichtigste Voraussetzung. Insbesondere beim Sport sollte stets auf einen bestmöglichen funktionalen und bequemen Sitz der Schuhe geachtet werden. Die Schuhe sollten eine gute Dämpfung bieten und nicht zu eng sein. In vielen Sportfachgeschäften können die individuellen Bewegungsmuster analysiert werden, um die bestgeeigneten Modelle herauszusuchen. Grundsätzlich sollten zudem die Einflussfaktoren Übergewicht und mangelnde körperliche Betätigung nicht unterschätzt werden.

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