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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Selten können auch Männer erkranken, wobei ca. 650 von 70000 Neuerkrankungen im Jahr männliche Patienten betreffen. Bei Brustkrebs handelt es sich um eine bösartige Tumorerkrankung im Brustdrüsengewebe, die trotz ihrer Häufigkeit gute Heilungschancen bieten.

Durch den medizinischen Fortschritt in Früherkennung und Therapie ist die Brustkrebs-Sterberate in den letzten Jahren gesunken, so dass mittlerweile mehr als 81% der Betroffenen die "relative 5-Jahres-Überlebensrate überschreiten. Das heißt, von 100 Erkrankten sind 81 auch 5 Jahre nach der ersten Diagnose noch am Leben.

Die Erkrankung betrifft überwiegend Frauen. Wobei in etwa bei jeder 8. Frau im Laufe ihres Lebens Brustkrebs diagnostiziert wird. Das Risiko zu erkranken, nimmt dabei mit steigendem Alter zu und ist besonders ab dem 40.-50. Lebensjahr erhöht und nimmt ab dem 70. Lebensjahr wieder ab.

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Grundsätzlich konnte medizinisch bislang keine wirkliche Ursache für eine Brustkrebs-Erkrankung identifiziert werden, jedoch stellen Hormontherapien oder ein unausgeglichener Hormonhaushalt, eine ungesunde, fettreiche Lebensweise, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum Risikofaktoren dar. Darüber hinaus spielen vermutlich die Anzahl der Schwangerschaften einer Frau sowie die Dauer der Stillzeit und das Eintrittsalter in die Wechseljahre eine Rolle.

Erblich bedingte Risikofaktoren bestehen bei einer hohen Dichte des Brustdrüsengewebes sowie bei einer Mutation des BRCA-1- und BRCA-2 Gens bzw. eines gehäuften Auftretens innerhalb der Familie. Frauen mit einem hohen Anteil Brustdrüsen- und wenig Fettgewebe haben ein 5-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Tritt bei Frauen innerhalb einer Familie vermehrt Brustkrebs oder Eierstockkrebs auf, besteht die Gefahr für genetisch bedingten Brustkrebs. Ein sogenannter Brustkrebs-Gentest zeigt hier anhand einer Blutanalyse, ob ein erhöhtes Erkrankungsrisiko vorliegt. Dabei werden jedoch keine Aussagen über das tatsächliche Eintreten sowie den potenziellen Erkrankungsverlauf getätigt. Auch Frauen mit einem unauffälligen Testergebnis können im späteren Leben an Brustkrebs erkranken.

Ist ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bekannt, sollte die Früherkennung engmaschiger als üblich erfolgen. Je früher der Krebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Grundsätzlich übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die regelmäßige Brustkrebs-Vorsorge. Diese beinhalten folgende Früherkennungsuntersuchungen:

  • Jährliches Abtasten des Brustgewebes und der Lymphknoten der Achselhöhle durch den Frauenarzt bei Frauen ab 30 Jahren
  • Mammografie-Screening alle 2 Jahre bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren
  • Halbjährliche Tast- und Ultraschalluntersuchung ab 25 Jahren sowie alle zwei Jahre Mammographie ab 40 Jahren bei erhöhtem Risiko für genetisch bedingten Brustkrebs bzw. bei nachgewiesenen Genmutationen

Frauen mit durchschnittlichem Krebsrisiko ohne erbliche Vorbelastungen können zusätzlich in Eigenleistung eine Ultraschalluntersuchung oder eine Mammographie der Brust vornehmen lassen. Zusätzlich sollten Frauen ihre Brust regelmäßig selbst abtasten. So können Knoten oder Veränderungen schnell wahrgenommen werden.

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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Selten können auch Männer erkranken, wobei ca. 650 von 70000 Neuerkrankungen im Jahr männliche Patienten betreffen. Bei Brustkrebs handelt es sich um eine bösartige Tumorerkrankung im Brustdrüsengewebe, die trotz ihrer Häufigkeit gute Heilungschancen bieten.

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Zu Beginn verläuft Brustkrebsmeist ohne Schmerzen oder erkennbare Beschwerden. Knoten oder Tumore können erst ab einer Größe von 1-2cm, je nach Lage, ertasten werden. Diese lassen sich nicht verschieben. Nicht jeder Knoten wird durch Krebs verursacht, der Tastbefund sollte jedoch immer medizinisch abgeklärt werden.

Weitere Anzeichen für eine potenzielle Brustkrebserkrankung sind eine Zunahme der Brustgröße, plötzlicher Größenunterschied, Veränderungen und Entzündungen der Brustwarze sowie Sekretabsonderungen. Auch Veränderungen der Haut, wie sehr vergrößerte Poren, Rötungen und Entzündungen sowie Schwellungen in der Achselhöhle sollten ärztlich untersucht werden.

Nicht jeder Knoten ist bösartig und zwangsläufig eine Krebserkrankung. Es können gutartige Tumore aus Fett-, Bindegewebes- und Drüsenzellen entstehen. Außerdem können zyklusbedingte Gewebsveränderungen entstehen. Auch veränderte Zellen in Milchgängen, Drüsenläppchen, sogenannte Brustkrebs-Vorstufen, müssen letztlich keine Erkrankung verursachen sollten aber intensiv beobachtet werden. Bei der Brustkrebs-Frühform DCIS (Ductales Carcinoma in situ) besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko, so dass hier sicherheitshalber eine Behandlung erfolgen sollte.

Ist ein Brustkrebs diagnostiziert, ist die Behandlung individuell abhängig von Patient und bestehendem Krebsstadium. Dazu erfolgt eine Einteilung nach den Kriterien:

  • Tumorgröße
  • Lymphknotenbeteiligung
  • Vorhandensein von Metastasen

Des Weiteren werden die Wachstumsgeschwindigkeit und Tumorbeschaffenheit für die Klassifizierung herangezogen. Je geringer die Tumorgröße und je weniger Ausbreitung in Blut-Lymphgefäße desto bessere Heilungschancen liegen vor. Eine Therapie von Metastasen ist komplexer und muss systemisch erfolgen.

Für die Brustkrebsbehandlung werden verschiedene auf den Patienten abgestimmte Verfahren genutzt:

  • Operative Verfahren dienen der Entfernung des Krebsgeschwürs, dieser Schritt ist unentbehrlich für eine erfolgreiche Therapie. Die OP erfolgt, wenn möglich brusterhaltend.
  • Systemische Antihormontherapie zur medikamentöse Hemmung der Krebszellen
  • Lokale Strahlen- bzw. Radiotherapie zur Erbgutschädigung der Krebszellen
  • Chemotherapie zur systemischen Zerstörung der Krebszellen und Metastasen
  • Molekularbiologische Therapie zur spezifischen Bekämpfung der Krebszellen durch die Hemmung des Tumorwachstums

Zusätzlich können weitere Therapiemaßnahmen, wie z.B. eine psychosoziale Betreuung oder Vitaminpräparate, die Behandlung ergänzen.

Nach der Therapie schließt sich eine Nachsorge für die Betroffenen an. Dabei können verschiedene Rehabilitationsmaßnahmen sowie psychologische und soziale Angebote genutzt werden. Ziel ist es, Patientinnen die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern und die Erkrankung körperlich und mental zu verarbeiten. Gleichzeitig erfolgen regemäßige, ärztliche Kontrolluntersuchungen, um eine mögliche Rückkehr der Erkrankung frühzeitig zu erkennen.

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