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Belastungs-EKG

Die Abkürzung EKG bezeichnet die Aufzeichnung der Herzmuskelaktivität mittels der Analyse der hierbei entstehenden elektrischen Spannungsänderungen an der Haut. Belastungs-EKGs werden durchgeführt, um die Herztätigkeit bei körperlicher Anstrengung zu erfassen.

Sicherheitshalber erfolgt jedoch zuerst eine körperliche Untersuchung, denn bei bestimmten Herzerkrankungen darf kein EKG unter körperlicher Belastung vorgenommen werden. Um einen frischen Herzinfarkt auszuschließen, wird unter Umständen außerdem zunächst noch ein Ruhe-EKG vorgenommen. Das Belastungs-EKG dient der Feststellung diverser Herzerkrankungen und wird zudem zur Verlaufskontrolle bei therapeutischen Maßnahmen eingesetzt.

So funktioniert das EKG

Das Herz zieht sich in mehr oder minder schwankenden Abständen zusammen, die sowohl von der körperlichen Aktivität als auch von der innerlichen Verfassung bestimmt werden, um Blut durch den gesamten Organismus zu pumpen. Diese Kontraktionen werden über elektrochemische Impulse ausgelöst und gesteuert.

Um die elektrischen Impulse der Herztätigkeit durch Elektrokardiografie messen zu können, legt der Arzt Elektroden an. Die hierüber erfassten Veränderungen der Impulse können dann in anschaulichen Kurven grafisch dargestellt werden (Elektrokardiogramm), um Rückschlüsse auf die Herzmuskelaktivitäten zu ziehen.

Laufband und Ergometer

Beim Belastungs-EKG werden die elektrischen Impulse der Herzmuskelaktivitäten während körperlicher Anstrengung fortlaufend aufgezeichnet. Hierfür kommt in der Regel ein Laufband oder ein Fahrrad-Ergometer zum Einsatz. Während des Belastungs-EKGs bleibt der Arzt dabei, um die Untersuchung zu steuern und die Elektrokardiografie notfalls unverzüglich abbrechen zu können.

Die körperliche Belastung wird schrittweise gesteigert. Nach dem Belastungs-EKG erfasst der Arzt die Aktivität der Herzmuskelfasern weiterhin für einige Minuten, um auch die elektrischen Reize während der Regenerationsphase in seine Diagnose einfließen zu lassen. In der Regel ist das gesamte Procedere nach etwa zwanzig Minuten abgeschlossen.

Das Belastungs-EKG im Kurzüberblick

  • Aufzeichnung der Herzmuskelaktivität bei körperlicher Anstrengung
  • Laufband oder Fahrrad-Ergometer
  • Schrittweise Steigerung der Belastung
  • Dauer etwa 20 Minuten
  • Diagnostik und Behandlungskontrolle

Vielfältige Anwendungen

Die Anwendungsbereiche von Belastungs-EKGs für die Diagnostik und die therapeutische Verlaufskontrolle sind sehr vielfältig. Da die körperliche Leistungsfähigkeit wesentlich vom gesundheitlichen Zustand des Herzens bestimmt wird, kann auch bei beschwerdefreien Patienten ein Belastungs-EKG sinnvoll sein – beispielsweise um sportliche Trainingsmethoden zu optimieren.

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Zuletzt aktualisiert am: 16.10.2020

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