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Experten-Sprechstunde

Zahnbehandlung mit Lachgas

Dr. Hans-Dieter Jager

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet ein Experte Fragen von Patienten zum Thema Zahnbehandlung mit Lachgas

Lachgas (N2O) wird bereits seit 1844 als Narkosemittel benutzt. Heutzutage wird Lachgas als Sedierungsmittel insbesondere bei Angstpatienten eingesetzt. Lachgas ist, bei richtiger Anwendung, komplett nebenwirkungsfrei und gefahrlos. Es wirkt beruhigend und schmerzreduzierend. Zudem unterdrückt es den Würgereiz und reduziert die Zeitwahrnehmung des Patienten. Die bekannten Risiken einer Vollnarkose birgt die Behandlung mit Lachgas nicht.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Lachgasbehandlung nicht. Die Kostenübernahme bei den privaten Krankenkassen ist sehr unterschiedlich geregelt und muss dem jeweiligen Versicherungsvertrag entnommen werden. Dabei ist die Lachgasbehandlung sehr kostengünstig, denn die Kosten belaufen sich je nach Art und Umfang der Behandlung auf 100 - 150 €.
Das Lachgas wird über eine angenehm aufliegende Nasenmaske verabreicht. Dabei wird kontinuierlich der Puls des Patienten überwacht, um jedes Risiko auszuschließen. Die Wirkung des Lachgases tritt rasch ein. Der Vorteil gegenüber einer Vollnarkose: die Kommunikations- und Aufnahmefähigkeit des Patienten ist trotz der Sedierung nicht beeinträchtigt. Nach Beendigung des Eingriffs klingt die sedierende Wirkung rasch ab und der Patient kann problemlos die Praxis verlassen.

Die reine Schmerzausschaltung kann Lachgas nicht übernehmen. Deshalb erhält der Patient nach der Lachgas-Einwirkung eine lokale Betäubungsspritze. Viele Patienten aber haben Angst vor einer Betäubungsspritze, besonders dann, wenn sie schmerzempfindlich sind.

Gerade bei größeren Eingriffen erfolgt normalerweise eine Leitungsanästhesie, mit der beispielsweise der Unterkiefernerv ausgeschaltet wird. Davor haben viele Menschen mehr Angst als vor der darauffolgenden Behandlung. Da kann eine Lachgasbehandlung helfen, denn der Patient spürt die Injektion der lokalen Betäubungsmittelsspritze nicht mehr.

Auch das ist ein weiterer Vorteil der Lachgas-Betäubung. Nicht nur die Zahnbehandlung ist stressfrei, sondern es wird auch die Fahrtüchtigkeit des Patienten nach der Behandlung erhalten.

Selbstverständlich. Die modernen Systeme für die Lachgas-Sedierung haben eine sogenannte Lachgassperre eingebaut, die eine versehentliche Überdosierung verhindern. Die Tiefe der Betäubung ist damit sehr gut steuerbar, denn die prozentuale Beimischung von Lachgas kann auf den jeweiligen Patienten – und damit auf Kinder – eingestellt werden.

Bitte bedenken Sie, dass die Lachgas-Behandlung in den USA zum selbstverständlichen Standard in den meisten Zahnarztpraxen gehört. Dort werden neben Kindern auch Angstpatienten und Patienten mit der Neigung zu Panikattacken mit Lachgas behandelt.

Lachgas kämpft noch heute zu Unrecht gegen seinen schlechten Ruf, den es sich beispielsweise in den neunziger Jahren als Partydroge eingehandelt hat.
Erst seit geraumer Zeit kommt in Deutschland die Lachgasbehandlung wieder zurück in die Zahnarztpraxen. Das liegt auch an dem Preis für den vorgeschriebenen technischen und apparativen Aufwand. Viele Praxen aber begrüßen diese Erweiterung ihres Therapieangebotes, denn die Lachgas-Sedierung schließt die Lücke zwischen Lokalanästhesie und Vollnarkose.

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wider und nicht die der Betreiber von www.pluspatient.de

Zuletzt aktualisiert am: 25.02.2020

Zahnarzt
Dr. Hans-Dieter Jager, MOM in Implantology

Zahnimplantate, Lachgas, Weisheitszahnentfernung


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