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Expertensprechstunde:

Sportzahnmedizin

Der Sportzahnarzt Dr. Rouven Wagner aus Dortmund beantwortet uns im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen von Patienten.

 

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Spezialisten für Sportzahnmedizin

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Spezialisten für Sportzahnmedizin
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Den Begriff der Sportmedizin habe ich schon einmal gehört. Was genau versteht man unter Sportzahnmedizin?

Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die das Leistungsvermögen beeinflussen. Das ist bei Sportmedizinern und Hochleistungssportlern hinlänglich bekannt. So werden beispielsweise vor Transfers von Fußballern sehr genau der Zahnstatus und eventuelle Gebissfehlfunktionen untersucht. Denn nicht nur der Trainingsfleiß ist entscheidend, sondern auch jeder chronisch-entzündliche Bereich hat Auswirkungen auf alle Ebenen des Organismus. Die Sportzahnmedizin kommt genau da ins Spiel.

Können Sie dazu Beispiele nennen .....

Für den Organismus stellte jeder nervtote Zahn eine Mehrfachbelastung dar. Auch bei noch so gut durchgeführter Wurzelbehandlung beispielsweise bauen sich die in den Verzweigungen des Wurzelkanalsystems verbleibenden Resteiweiße zu Giften ab, die für das Immunsystem eine ziemlich massive Dauerbelastung darstellen. Damit wird in jedem Fall die Leistungsfähigkeit des Gesamtorganismus eingeschränkt und es bilden sich Bezirke mit erhöhter Verletzungsanfälligkeit, bzw. verringerter Regenerationsfähigkeit. Das kann einen erheblichen Einfluss zum Beispiel bei Ausdauersportarten haben, natürlich auch bei Sportarten, bei denen der Bewegungsapparat hohen Belastungen ausgesetzt ist.

Spielen auch die verwendeten Zahnersatz-Materialien eine Rolle?

Natürlich. Ob Amalgam, Billiglegierungen, Kunststoffe, Kleber etc., all das belastet durch seine toxischen Wirkungen den Organismus - wenn auch nur in geringen Dosen. Durch diese unterschwellige Toxizität ist der Organismus nicht in der Lage, mit einer Abwehrreaktion zu antworten. Damit wird er lange Zeit diesen Giften ausgesetzt. Mit zunehmender Einwirkzeit blockieren diese Gifte den Stoffwechsel, die Zellatmung, den Sauerstofftransport, das Enzymsystem, etc., so dass es langfristig zu Störungen mit den verschiedenartigsten Auswirkungen und Symptomen kommen kann.

Sie sprachen eingangs von Entzündungen. Die merkt man doch, oder?

Das ist keinesfalls so. Beispielsweise können Knochenerweichungen eine chronische Kieferentzündung darstellen, obgleich die äußere Knochenstruktur intakt erscheint. Diese Entzündungen sind häufig symptomlos, das heißt der Patient hat keine Schmerzen, keine Schwellung und keine Rötung, also nichts, was von außen darauf hinweisen könnte. Röntgenologisch kann man diese Areale mit einer Computertomographie diagnostizierten. 

Hier ist die Erfahrung der Sportzahnmedizin gefragt. Denn chronische Kieferentzündungen stellen massive Blockaden der körperlichen Leistungsfähigkeit dar. Zudem erhöhen sie das Infektionsrisiko und verstärken die Verletzungsanfälligkeit. Ähnliches gilt für Weisheitszähne, die noch gar nicht durchgebrochen sind.

Wieso soll ein Weisheitszahn, der noch in Kiefer liegt und damit auch kein Eingang für bakterielle Infektionen aus dem Mundraum sein kann, eine Störung für den Organismus sein?

Für den Organismus ist nur ein voll durchgebrochener Zahn der angestrebte Sollzustand. Kann ein Zahn, warum auch immer, nicht durchbrechen und bleibt im Kiefer liegen, dann reagiert der Körper so, als wäre dieser Zahn ein Fremdkörper. D.h. der Körper versucht, diesen Fremdkörper zu eliminieren. Das geschieht in der Regel über eine Entzündungsreaktion. Dabei verschlechtert sich der Allgemeinzustand, zudem können sich um diesen Zahn Zysten bilden. 

Von der energetischen Betrachtungsweise her sind Weisheitszähne beispielsweise für schulmedizinisch nicht erklärbare Herzprobleme, bzw. Herzrhythmusstörungen verantwortlich.

Ich habe gehört, dass Biss-Fehlstellungen die Leistungsfähigkeit bei Bewegungs-Sportarten stark einschränken können. Stimmt das?

Das ist völlig richtig. Deshalb haben die meisten Sport-Zahnmediziner auch eine Zusatzausbildung, die es ihnen ermöglicht, craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln. Sportzahnmedizin ist in jedem Fall interdisziplinär ausgerichtet und es ist keine Schande für einen verantwortlichen Sport-Zahnmediziner, einen spezialisierten Kollegen mit ins Boot zu holen, um den Patienten erfolgreich zu therapieren.

Ich bin begeisterter Ballsportler. Welchen Rat würden Sie mir geben?

Den einfachst möglichen: Lassen Sie sich so schnell wie möglich einen individuell angepassten Mundschutz anfertigende, denn der bietet Ihnen sehr viel Sicherheit. Bitte denken Sie daran das jährlich mehr als 5 Millionen Zähne durch Sportaktivitäten verloren gehen. Das gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, deren Gebiss sich noch in der Entwicklung befindet.


Mehr Informationen

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