Pluspatient - das Ärzteportal von Patienten für Patienten

Pluspatient - das Ärzteportal von Patienten für Patienten

PlusPatient Finde uns
auf Facebook

facebook.com/PlusPatient

Expertensprechstunde:

Periimplantitis - Von den Ursachen bis zur Behandlung

Die Zahnärztin Astrid Dick aus Wiesbaden beantwortet uns im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen von Patienten.

 

> zum Experten-Profil von Zahnärztin Astrid Dick

Spezialisten für Periimplantitis

Auf Periimplantitis spezialisierte Zahnärzte finden Sie in unserem Partner-Portal Zahnimplantate-Arztsuche.

Spezialisten für Periimplantitis
Banner Image

Was versteht man unter Periimplantitis?

Als Periimplantitis bezeichnet man die fortgeschrittene Entzündung des Zahnfleisches, die um ein Zahnimplantat herum auftritt. Diese Entzündung kann sich in die Tiefe ausbreiten und Kieferknochenabbau verursachen.  Wird Sie nicht behandelt, kann eine Periimplantitis sogar zum Implantatverlust führen. Sie ist eine der Risiken von Zahnimplantaten, dessen sich viele Patienten nicht bewusst sind.

Welche Ursachen hat Periimplantitis?

Die Ursachen für eine Periimplantitis sind bakterielle Beläge, die sich zwischen Zahnimplantat und Zahnfleisch anlagern. Diese Anlagerung von Bakterien führt zum Abbau des Kieferknochens.

Eine unzureichende Mundhygiene ist somit einer der Gründe, durch die Periimplantitis entsteht. Die Entzündung wird zudem durch folgende Faktoren gefördert:

  • Rauchen
  • Diabetes
  • Unregelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt
  • Mangelhaftes Einheilen von Zahnimplantaten im Kieferknochen
  • Allgemeine Erkrankungen, wie Osteoporose
  • Stress
  • Hormonelle Veränderungen
  • Medikamente, wie z. B. Immunsuppresiva
  • Unzureichende Zahn- und Implantatpflege
  • Unbehandelte Parodontitis oder parodontale Vorgeschichte

Woran erkenne ich eine Periimplantitis?

Eine Periimplantitis äußert sich zunächst durch Schmerzen am Zahnimplantat sowie durch rotes und geschwollenes Zahnfleisch – Ähnlich wie bei einer Parodontitis.

Weicht Ihr Zahnfleisch bereits zurück und Sie merken, dass Ihr Zahnimplantat locker ist, sind dies bereits Anzeichen einer fortgeschrittenen Periimplantitis.

Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt von sehr großer Bedeutung. In der Praxis können die Tiefe der Zahnfleischtaschen und das Risiko einer Entzündung bestimmt werden.

Inwiefern kann das Risiko einer Entzündung bestimmt werden?

Mit Hilfe eines sogenannten Markertests, dem ImplantSafe®, kann innerhalb weniger Minuten festgestellt werden, ob das Risiko von parodontalem Gewebeabbau vorliegt. Auch versteckter oraler Knochenabbau kann auf diese Weise frühzeitig erkannt werden. Bei diesem Test wird gemessen, ob ein erhöhter Kollagenase-Wert (aMMP-8) vorliegt. Kollagenasen sind körpereigene Stoffe, die für Gewebeabbau verantwortlich sind.

Wie funktioniert der ImplantSafe®-Test?

Der Zahnarzt nimmt in der Praxis mit Hilfe eines Teststreifens eine Probe direkt am Zahnimplantat. Diese gibt innerhalb weniger Minuten Auskunft darüber, ob für Ihr Zahnimplantat ein erhöhtes Risiko für Gewebeabbau besteht. Der ImplantSafe®-Markertest ist absolut schmerzfrei.

Welche Folgen hat Periimplantitis?

Eine Periimplantitis hat Kieferknochenschwund zur Folge. Der abgebaute Kieferknochen kann nicht von selbst regenerieren. In einigen Fällen wird sogar so viel Knochen abgebaut, dass es zum Verlust des Zahnimplantates kommen kann.

Wie wird Periimplantitis behandelt?

Das Ziel einer Periimplantitistherapie ist die Beseitigung der bakteriellen Zahnbeläge, die für die Entzündung verantwortlich sind. Je nach Ausmaß kommen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Frage:

  • Im Frühstadium einer Periimplantitis können spezielle Spüllösungen und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen helfen. Auch die Anwendung von Antibiotika ist in manchen Fällen notwendig.
  • Mit Hilfe einer Laserbehandlung (PTT – photothermische Therapie) können sowohl schädliche Keime und Bakterien abgetötet und der weitere Gewebeabbau verhindert werden
  • Bei einer fortgeschrittenen Periimplantitis und bereits vorhandenem Kieferknochenabbau ist ein zusätzlicher chirurgischer Eingriff notwendig. Auf diese Weise werden entstandene Knochentaschen wieder aufgefüllt und das Zahnimplantat wieder im Knochen fest verankert.

Haben Sie Tipps wie ich vermeiden kann, dass sich das Zahnimplantat entzündet und Periimplantitis entsteht?

  • Achten Sie stets auf eine gründliche Mundhygiene
  • Nehmen Sie regelmäßige zahnärztliche Kontrollen in Anspruch
  • Lassen Sie regelmäßige professionelle Zahn- und Implantatreinigungen von Ihrem Zahnarzt vornehmen
  • Gehen Sie stets zu Ihren Nachsorgeterminen

Grundsätzlich können Sie eine Entzündung vermeiden, indem Sie auf die gründliche Reinigung Ihrer Zähne und Ihres Implantates achten. Lassen Sie es nicht zur Anlagerung von Bakterien kommen.

Bei Risikopatienten sollte bei zahnärztlichen Kontrollen regelmäßig ein Markertest (aMMP-8) durchgeführt werden. Auf diese Weise kann der Erhalt des Zahnimplantates sichergestellt und Periimplantitis vorgebeugt werden.

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema "Periimplantitis" oder zu unserer Expertin, der Zahnärztin Astrid Dick aus Wiesbaden, finden Sie hier:

> zum Experten-Profil von Zahnärztin Astrid Dick

> zur Praxis-Hompage

Spezialisten für Periimplantitis

Auf Periimplantitis spezialisierte Zahnärzte finden Sie in unserem Partner-Portal Zahnimplantate-Arztsuche.

Spezialisten für Periimplantitis
Banner Image

Übermittlung Ihrer Stimme...

Bewertungen: 3.5 von 5. 4 Stimme(n). Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

Zurück zur Übersicht