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Expertensprechstunde:

Parodontitis - Behandlungsmethoden

Der Zahnarzt Dr. Christoph Pape beantwortet uns im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen von Patienten.

 

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Spezialisten für Parodontitis

Hier finden Sie unsere bundesweite Arztsuche mit spezialisierten Zahnärzten für Parodontitis (Fachbereich Parodontologie)

Spezialisten für Parodontitis
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Ich leide unter Zahnfleischbluten und Mundgeruch. Mein Zahnarzt hat Parodontitis bei mir festgestellt. Diese soll dringend behandelt werden. Wie läuft die Behandlung ab?

Mit Parodontitis (im Volksmund Parodontose genannt) werden Entzündungen des Zahnhalteapparats, also des Zahnfleisches und des Bindegewebes, das den Kieferknochen umgibt, bezeichnet. Es gibt unterschiedliche Formen der Parodontitis-Behandlung. Diese sind abhängig vom Ausmaß der Erkrankung.

Wie ist die Behandlung einer leichten Parodontitis?

Bei einer leichten bis mittelschweren Parodontitis wird eine gründliche Zahnreinigung oberhalb und insbesondere unterhalb des Zahnfleisches durchgeführt, um den Zahnstein und die auf dem Zahn haftenden und von Bakterien besiedelten Beläge (Konkremente) zu entfernen. Hier werden spezielle Ultraschallgeräte und auch teilweise auch Handinstrumente (Küretten) eingesetzt, um die Beläge zu entfernen. Sehr gewebeschonend und fortschrittlich ist eine Laserbehandlung, wodurch das entzündete Gewebe und die Entzündungsbakterien optimal vernichtet werden können.

Meine Parodontitis wurde vor kurzem erfolgreich behandelt. Wie kann ich einen Rückfall verhindern?

Um den Behandlungserfolg langfristig zu erhalten, ist besondere Mundhygiene oberstes Gebot. Nicht nur die tägliche Zahnpflege zu Hause mit Zahnzwischenraumbürstchen (Interdentalbürsten) und Zahnseide ist sehr wichtig, sondern gerade auch die regelmäßige professionelle Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt. Für die professionelle Zahnreinigung werden im Anschluss an eine Parodontitis-Behandlung kürzere Intervalle festgelegt, die später je nach Heilungsstatus verlängert werden können (z. B. von vierteljährlich auf halbjährlich).

Kann sich eine Parodontitis auch auf den gesamten Organismus auswirken?

Eine Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung und daher als Risiko für den Gesamtorganismus zu betrachten. Sie kann Folgeerkrankungen wie z. B. Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Schlaganfälle und sogar Fehlgeburten auslösen. Eine Parodontitis ist immer behandlungsbedürftig, denn so sinkt gleichzeitig auch das Risiko von Folgeerkrankungen.

Seit Beginn meiner Schwangerschaft leide ich unter starkem Zahnfleischbluten, mein Zahnfleisch ist gerötet und geschwollen. Besteht ein Zusammenhang zwischen der Schwangerschaft und der Parodontitis?

Ja, denn die hormonelle Veränderung des weiblichen Organismus während einer Schwangerschaft kann zu einer Mehrdurchblutung und Schwellung des Zahnfleisches führen. Oft handelt es sich um eine einfache Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Achten Sie gerade in der Schwangerschaft auf eine gründliche Mundhygiene und die tägliche Verwendung von Zahnseide. Vereinbaren Sie außerdem bei Ihrem Zahnarzt eine Kontrolluntersuchung, bei der auch eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt wird. So können Sie die oft oberflächliche Entzündung schnell zum Ausheilen bringen.

Meine Eltern leiden beide unter fortgeschrittener Parodontitis. Besteht auch ein Risiko für mich? Kann ich mich womöglich sogar anstecken?

Parodontitis wird durch Entzündungsbakterien verursacht. Diese sind von Partner zu Partner oder - z. B. sogar bei Nutzung desselben Löffels - zwischen Familienmitgliedern, speziell auch Kindern, übertragbar. Es ist sinnvoll, wenn Sie sich auf eine Parodontitis hin untersuchen lassen. Dank moderner Testverfahren kann man eine Parodontitis heutzutage schon in der Entstehung feststellen, die Ihr Zahnarzt durch eine geeignete Behandlung aufhalten kann.

Ich bin seit ein paar Jahren wegen Parodontitis in Behandlung, putze meine Zähne dreimal täglich und benutze Interdentalbürsten und Zahnseide. Vierteljährlich gehe ich zur professionellen Zahnreinigung. Leider bekomme ich die Entzündung nicht in den Griff. Können mir auch Medikamente weiterhelfen?

Parodontitis wird von Entzündungsbakterien ausgelöst, gegen die spezielle Antibiotika wirksam sind. Die Erreger werden im Vorfeld durch Labortests bestimmt, damit die Therapie zielgenau mit dem richtigen Medikament durchgeführt werden kann. Die Anwendung erfolgt lokal, das heißt, in den Zahnfleischtaschen. Ihr Zahnarzt bringt dort Antibiotika enthaltende Gelatine-Plättchen, Gels oder Fäden ein. Die Behandlung muss, um wirksam zu sein, in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Ich habe eine fortgeschrittene Parodontitis mit starkem Knochenabbau. Welche Möglichkeiten gibt es, dass mein Kieferknochen nicht noch mehr abbaut?

Ein Experte auf dem Gebiet Knochenaufbau kann Ihren Kieferknochen selbstverständlich wieder aufbauen. Die moderne Form des Knochenaufbaus ist die gesteuerte Knochenregeneration (GBR – Guided Bone Regeneration). Hier wird der Knochendefekt mit einer Membran abgedeckt, die das Einwachsen von Bindegewebe verhindert, so dass die knochenbildenden Zellen den Defekt selbst auffüllen können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Eigenknochen an anderer Stelle zu entnehmen, um den Knochendefekt aufzufüllen. Auch moderne Knochenersatzmaterialien finden hier ihren Einsatz. Alle Methoden haben sich als äußerst erfolgreich erwiesen.

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema Parodontitis - Behandlungsmethoden oder zu unserem Experten, dem Zahnarzt Dr. Christoph Pape aus Kirn finden Sie hier:

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