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Experten-Sprechstunde

Miniimplantate

Dr. Sven Glindemann

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet ein Experte Fragen von Patienten zum Thema Miniimplantate

Da viele Prothesen von Anfang an keinen ausreichenden Halt bieten oder mit der Zeit und mit zunehmendem Knochenabbau an Festigkeit verlieren, können Miniimplantate eine gute und schnelle Hilfe bewirken.

In der Regel werden vier bis sechs Miniimplantate in den Kiefer eingesetzt. Spezielle Verbindungselemente werden in neue oder bereits vorhandene Prothesen eingearbeitet. Diese Verbindungselemente rasten mit dem Verankerungsteil der Miniimplantate ein und bieten somit einen festen Sitz. Die Prothese kann zur Reinigung weiterhin einfach herausgenommen werden.

Im Vergleich zu üblichen Zahnimplantaten haben Miniimplantate einen sehr schmalen Durchmesser von unter 3mm. Der Eingriff verläuft ohne großflächige Öffnung der Schleimhaut (minimalinvasiv), sodass nur sehr kleine Narben entstehen und die Wundheilung schneller verläuft als bei einer üblichen Implantation.

Des Weiteren zählen Miniimplantate zu den einteiligen Implantaten. Verankerungs- und Aufbauteil sind in einem Stück miteinander verbunden. Der chirurgische Eingriff ist relativ kurz und erfolgt normalerweise unter örtlicher Betäubung.

Der Einsatz von Miniimplantaten ist gewebeschonend. Da nur eine relativ kleine Wunde entsteht, sind in der Regel keine großen Schwellungen oder Schmerzen zu erwarten. Miniimplantate können auch bei geringer Kieferknochensubstanz eingesetzt werden. Es ist kein zusätzlicher Knochenaufbau nötig.

Zudem können Miniimplantate direkt nach ihrem Einsetzen belastet werden und ihrer Funktion als Verankerungspunkt nachgehen. Aufgrund der minimalinvasiven Vorgehensweise und des einteiligen Implantataufbaus sind die Kosten für die Behandlung verhältnismäßig günstig.

Miniimplantate können bei verschiedenen Arten von Behandlung in Anspruch genommen werden:

  • 1. Zur Befestigung von Zahnprothesen: Miniimplantate tragen deutlich zur Befestigung einer Zahnprothese bei. Nach nur einer Behandlung können Sie wieder alles essen, da die Miniimplantate sofort belastbar sind. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv, sodass die Wundheilung schneller erfolgt.
  • 2. Zur provisorischen Versorgung mit Zahnersatz: Ein anderes Einsatzgebiet für Miniimplantate ist die provisorische Fixierung von Prothesen und Brücken. Solche Übergangsimplantate kommen dann zum Einsatz, wenn der Halt eines vorläufigen Zahnersatzes verbessert werden soll.
  • 3. Für kieferorthopädische Behandlungen: Der Einsatz von Miniimplantaten in der Kieferorthopädie erweitert die Behandlungsmöglichkeiten und verkürzt in manchen Fällen sogar die Behandlungszeit. So kann durch Miniimplantate das Tragen von Apparaturen, die sich außerhalb des Mundes abstützen, verhindert werden. Miniimplantate dienen somit als effektive und stabile Verankerungspunkte im Mund und können nach Abschluss der Behandlung einfach und schmerzfrei wieder entfernt werden.

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wider und nicht die der Betreiber von www.pluspatient.de

Zuletzt aktualisiert am: 25.02.2020

Zahnarzt
Dr. Sven Glindemann, MMSc. (Harvard)

Spezialist für Implantologie & Parodontologie


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Dr. Sven Glindemann

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