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Experten-Sprechstunde

Mammographie

Dr. med. Christina Fritzsche

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet ein Experte Fragen von Patienten zum Thema Mammographie

Die Mammographie ist ein radiologisches Verfahren, das darüber Aufschluss geben kann, ob eine Patientin an Brustkrebs, einem sogenannten Mammakarzinom, erkrankt ist.

Ab einem Alter von fünfzig Jahren ist die Gefahr erhöht, an Brustkrebs zu erkranken. Deshalb ist ab diesem Alter eine Mammographie in regelmäßigen Abständen von zwei Jahren anzuraten. Auf diese Weise besteht die Chance, eine Krebserkrankung im frühen Stadium zu erkennen und zu therapieren.

Eine Mammographie erfolgt an einem speziellen Röntgengerät, welches Schichtaufnahmen in zwei Ebenen liefert. Das ist wichtig, da durch Überlagerung verschiedener Gewebestrukturen eine krankhafte Veränderung sonst übersehen werden kann. Im Anschluss begutachten immer zwei voneinander unabhängige Spezialisten auf einer speziellen Befundstation Millimeter für Millimeter die erlangten Aufnahmen. So lassen sich feinste Veränderungen der Gewebestruktur erkennen, die in diesem Stadium noch nicht zu ertasten sind.

Liegt die Diagnose vor, so kann sofort mit der Therapie begonnen werden und es bestehen dann sehr hohe Heilungschancen.

Eine Mammographie wird an einem kleinen, digitalen Röntgengerät durchgeführt. Dieses ist mit einem Computer verbunden, der alle Daten elektronisch verarbeitet.

Die Mammographie findet im Stehen statt und dauert nur wenige Minuten. Dazu muss jede Brust auf einen kleinen Röntgentisch in Brusthöhe gelegt werden. Dann wird diese langsam mit einer Kompressionsplatte soweit wie möglich komprimiert, um möglichst deutliche Abbildungen zu erhalten. Anschließend löst die Röntgenassistentin den „Strahlenschuss“ aus. Dieser Vorgang erfolgt sowohl in senkrechter als auch in waagerechter Richtung bei jeder Brust.

Üblicherweise ist die Mammographie schmerzfrei. Es kann aber vorkommen, dass sehr empfindliche Patientinnen das Komprimieren der Brust als unangenehm empfinden. In jedem Fall ist dies aber unbedenklich.

Die Mammographie kann Leben retten! Der Vorteil ist ganz klar die absolute Früherkennung von Mammakarzinomen. Werden diese rechtzeitig erkannt, ist eine Therapie auch ohne sofortige Operation möglich. Man kann mit einer Strahlen- oder Chemotherapie den Krebs heilen und so die Brust erhalten. Die Heilungschancen sind äußerst gut und liegen bei gut neunzig Prozent.

Praktisch keine. Sehr selten kann ein an sich harmloser Gewebeverbund als Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert werden. In diesem Fall mag das für die Patientin psychisch sehr belastend sein. Eine weitere Mammographie in kürzerem Abstand wird dann erforderlich.

Wie bei jeder Röntgenuntersuchung, so ist man auch bei einer Mammographie den Röntgenstrahlen ausgesetzt. Dank modernster Technik ist die Belastung durch diese Strahlen bei der Mammographie aber sehr gering und sie steht in keinem Verhältnis zum unbestrittenen Nutzen einer Mammographie.

Die Kosten für die Durchführung einer Mammographie werden bei Risikopatientinnen, die familiär vorbelastet sind, von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Für alle anderen Frauen, die keine Risikofaktoren haben, gibt es ab einem Alter zwischen fünfzig und neunundsechzig Jahren ein bundesweites „Screening-Programm“. Im Rahmen dieses Programms werden die Frauen alle zwei Jahre angeschrieben und zur Mammographie eingeladen. Selbstverständlich wird auch diese Maßnahme von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wider und nicht die der Betreiber von www.pluspatient.de

Zuletzt aktualisiert am: 25.02.2020


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