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Experten-Sprechstunde

Krampfadern veröden oder entfernen lassen

 Roya Martens

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet ein Experte Fragen von Patienten zum Thema Krampfadern veröden oder entfernen lassen

Die Aufgaben der Venen ist es, Blut zum Herzen zu transportieren. Dabei arbeiten Herz und Wadenmuskulatur gegen die Schwerkraft. Innerhalb der Venen befinden sich Klappen, die das Zurückfließen des Blutes verhindern. Nimmt die Elastizität der Blutgefäßwände ab, können die Venenklappen nicht mehr richtig arbeiten. Das angestaute Blut überdehnt dabei die Venenwand und buchtet diese sichtbar aus, Krampfadern entstehen. Bewegungsmangel, hormonelle Einflüsse, besonders bei Frauen z.B. in der Schwangerschaft und angeborene genetische Veranlagung können das Entstehen von Krampfadern zusätzlich beeinflussen. 

Regelmäßige Bewegung wie Spazieren gehen oder Radfahren, aber auch Ausdauersportarten wie Schwimmen können Krampfadern vorbeugen. Im Allgemeinen ist jede Art von Bewegung förderlich und kann vorbeugend sein. Vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen und legen die Beine auch mal hoch, so kann sich das Blut nicht stauen. Auch kreisende Fußbewegungen, besonders beim längeren Sitzen, können die Blutzirkulation anregen. Darüber hinaus können Wechselduschen die Blutzirkulation und die Pumpkraft der Venenwände verbessern.

Ja, die Möglichkeit Krampfadern entfernen zu lassen gibt es. Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden. Leichte bis mittelschwere Beschwerden lassen sich oft mit Stützstrümpfen, Kompressionsverbänden behandeln. Die Krampfadern bleiben allerdings bestehen, lediglich die Schmerzen werden gelindert.

Für die Entfernung von Krampfadern stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Zum einen kann man Krampfadern veröden lassen. Dabei handelt es sich um ein nicht-operatives Verfahren, die sogenannte Sklerosierung. Zum anderen kann mit Hilfe einer Lasertherapie Krampfadern entfernen lassen. Auch operative Eingriffe wie das Stripping sind nicht gänzlich auszuschließen. Dabei wird die Krampfader, sprich der defekte Venenabschnitt, mittels Sonde herausgezogen. Man spricht dann auch vom Krampfadern ziehen. Dieses operative Verfahren ist besonders effektiv und kommt ausschließlich bei stark erweiterten Venen zum Einsatz. Eine Kombination mehrerer Therapieansätze ist ebenfalls denkbar.

Welche Therapiemaßnahme in Betracht kommt, hängt vom Ausmaß der Krampfadern ab. Eine ausführliche und exakte Diagnose kann darüber Aufschluss bringen, ob eine konservative oder eine operative Behandlung sinnvoll ist. In einem persönlichen Gespräch mit dem spezialisierten Arzt können alle Therapiemöglichkeiten besprochen werden.

In der Regel erfolgt die Behandlung von Krampfadern ambulant in der Praxis und sowohl in örtlicher Betäubung als auch in Vollnarkose durchführbar. Nicht immer ist ein operativer Eingriff notwendig.

Wie bei allen operativen Eingriffen bestehen auch bei der Krampfaderentfernung allgemeine Risiken. Dazu zählen eine Medikamentenunverträglichkeit, die Bildung einer Thrombose oder einer Wundinfektion. In der Regel können diese aber auf Grund guter Vorbereitung, Desinfektion und Sterilität sowie der postoperativen Versorgung ausgeschlossen werden. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen, die Einnahme gerinnungshemmender Mittel und eine Bewegungstherapie beispielsweise können nach einer Venenbehandlung das Thromboserisiko senken.

Ja, die gibt es. Man kann oberflächliche und dünne Krampfadern veröden (Sklerosierung) oder mit Hilfe einer Lasertherapie entfernen. Beide Techniken funktionieren ähnlich. Mittels Laserstrahl bzw. Schaumflüssigkeit wird die Vene verschlossen, bildet sich innerhalb einiger Zeit zurück und wird anschließend vom Körper abgebaut.

Bei der Therapie von Krampfadern mit Laser sind kein stationärer Aufenthalt und keine Vollnarkose notwendig. Auch bei Patienten, die bereits diverse Operationen hatten und Vernarbungen in der Kniekehle oder Leiste aufweisen, ist ein ambulanter Eingriff mit Laser möglich. Selbst starkes Übergewicht stellt kein Hindernis dar.

Krampfadern mit Laser behandelt zu lassen, bringt einige Vorteile für den Patienten mit, die Krampfadern veröden und einer Operation vorzuziehen sind. In einer Sitzung kann die Vene mittels Laser verschlossen werden und ist sicherer als das Veröden. Der Patient ist bereits einen Tag nach dem Eingriff arbeitsfähig und wird während der nächsten vier Wochen postoperativ versorgt. Das Tragen von Kompressionsverbänden sowie die Einnahme entzündungshemmender Medikamente unterstützen den Heilungsprozess. 

Im Gegenzug zum modernen Verfahren der Lasertherapie kann man Krampfadern veröden lassen. Die Verödung ist besonders erfolgreich bei weniger schweren Erkrankungen und eignet sich nicht bei großen Krampfadern. Diese sollten mit einer Operation entfernt werden.

Um oberflächliche und dünne Krampfadern veröden zu lassen, wird eine spezielle Flüssigkeit oder ein entsprechender Schaum in die erkrankte Vene gespritzt. Meist geschieht dies über die Knöchelinnenseite. Die gespritzte Flüssigkeit schädigt die innere Venenwand, sodass sich dort bindegewebsartige Verklebungen bilden. Die Krampfader bildet sich sichtbar zurück. Um den Blutstrom in den verbleibenden Venen weiterhin anzuregen, ist besonders nach einer Verödung der Krampfadern viel und regelmäßige Bewegung wichtig. Auch eine postoperative Versorgung mit Kompressionen und Medikamenten ist Teil der Behandlung.

Die Kosten um mit Hilfe einer Laserbehandlung Krampfadern entfernen zu lassen beginnen bei ca. 900€ und liegen grundsätzlich in einer Preisspanne bis 2000€. Die tatsächlich entstanden Kosten richten sich jeweils nach dem Umfang und Materialaufwand der Behandlung und werden in einem beratenden Gespräch mit Ihrem Arzt vorher abgeklärt.

Bei privaten Krankenkassen besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme für eine Behandlung von Krampfadern. Ob die Kosten für eine Therapie von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden, muss im Einzelfall geklärt werden. Die Entscheidung richtet sich in erster Linie danach, ob die Behandlung medizinisch notwendig oder kosmetisch motiviert ist. Vor der Behandlung empfiehlt sich daher auch ein beratendes Gespräch mit Ihrer Krankenkasse. 

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wider und nicht die der Betreiber von www.pluspatient.de

Zuletzt aktualisiert am: 13.10.2020

Hautärztin
Roya Martens

Hautarzt und ästhetische Behandlungen


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