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Experten-Sprechstunde

Ganzheitliche Zahnmedizin

 Carmen K. Emmerich

In dieser Experten-Sprechstunde beantwortet ein Experte Fragen von Patienten zum Thema Ganzheitliche Zahnmedizin

Zahnersatz und Zähne können Auslöser einer Vielzahl gesundheitlicher Beschwerden sein. Für den Laien besteht kein erkennbarer Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung der Erkrankung. Bei bestimmten Beschwerden sollte aber auch an Zähne und Zahnersatz gedacht werden. Dazu gehören Allergien, Infektanfälligkeit, Migräne oder Kopfschmerzen, Tinnitus, chronische Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Lernstörungen und Konzentrationsschwäche, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelbeschwerden bis hin zu Rheuma sowie Störungen des Magen-Darm-Bereiches.

Dabei ist die Lösung einfach und kostengünstig, denn moderne Labor-Testverfahren gaben rasch Aufschluss und zeigen dem Behandler, wie dem Patienten geholfen werden kann.

Ja, es macht Sinn, tote oder beschädigte Zähne durch Zahnimplantate zu ersetzen, denn der wurzelbehandelte (Wurzelbehandlung) oder nervtote Zahn scheidet Eiweißzerfallsprodukte aus. Das kann neben Vergiftungseffekten auch krankhafte Immunreaktionen verursachen. Spezielle Labortests zeigen in diesem Fall, ob eine chronische oder akute Entzündungsreaktion vorliegt. Dann kann ein Zahnimplantat das Mittel der Wahl sein.
Bereits langjährig getragener Zahnersatz ist oft der Auslöser von Folgeerkrankungen, auch wenn ursprünglich keine generelle Sensibilisierung gegen Metall bestand. Metallfreie Hochleistungskeramiken wie beispielsweise Zirkonoxid wurden ursprünglich für ästhetische Anforderungen entwickelt, kommen heute aber dank des gesunkenen Preisniveaus auch bei Allergien und chronisch Kranken zum Einsatz.
Die häufig gestellte Patientenfrage, ob Zahnimplantate einwachsen oder abgestoßen werden, beantworten moderne Labortests. Es gibt zwar keine bekannten Allergien gegen Titan, wohl aber kann es zu Unverträglichkeiten kommen, die der sogenannte Lymphozyten-Transformationstest aufdeckt. Er zeigt, wie das körpereigene Blut auf den Fremdkörper Zahnimplantat reagiert. Moderne Labortests geben dem Patienten Aufschluss und damit Sicherheit bei der Wahl des Zahnersatzes und vor der Implantation.
Ja, es stimmt, dass Parodontose (korrekt: Parodontitis) im Verdacht steht, Frühgeburten auszulösen. Der Mensch ist ein Ganzes, sein Körper ein aufeinander abgestimmtes System. Wird dieses System an einer Stelle gestört, ist es möglich, dass Krankheitssymptome an Stellen auftreten, an deren Stelle nicht die Ursache zu suchen ist. Parodontitis bedarf in jedem Fall der Behandlung beim Zahnarzt. Nachgewiesen ist beispielsweise, dass Parodontitis Herzinfarkte auslösen und/oder begünstigen kann.
Nicht optimal eingepasster Zahnersatz kann zu Nacken- und Rückenschmerzen führen, ohne dass die Ursache im Bereich der Wirbelsäule zu finden ist. Gerade bei Beschwerden mit unklarer Ursache sollten neben dem Allgemeinmediziner auch Fach- und Zahnärzte in das Therapiekonzept einbezogen werden, um die fehlenden Puzzleteile zusammenzutragen und damit einen wichtigen Beitrag zur Besserung zu leisten.

Die Experten-Sprechstunde dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose und ersetzt eine Behandlung weder medizinisch noch rechtlich. Die Antworten spiegeln die Meinung des Autors wider und nicht die der Betreiber von www.pluspatient.de


Zahnärztin
Carmen K. Emmerich

Behandlung von Parodontitis


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 Carmen K. Emmerich

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