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Schnappfinger / schnellender Finger

Der Schnappfinger oder auch schnellender Finger ist eine Funktionsstörung der Beugesehne, die bei jedem Finger von der Hohlhand ausgehend in den Finger verläuft.

Jede Fingersehne gleitet durch feine Kanäle, die sogenannten Sehnenscheiden, nach vorne und zurück. Dabei halten kleine Ringbänder die Sehnen entlang des Knochens.

Wenn eine Überlastung oder aber auch eine Stoffwechselerkrankung vorliegt, entzünden sich die Sehnen und es kommt im Übergang von der Hand zum Finger zu einer Knötchenbildung. Diese verhindern dann, dass die Sehne leicht hin und her gleitet, weil sie sich nicht mehr ungehindert durch die Ringbänder bewegt. So kann ein gebeugter Finger nicht mehr direkt ausgestreckt werden oder umgekehrt ein ausgestreckter Finger nicht direkt gebeugt werden und nimmt dann ganz plötzlich und unkontrolliert die gewünschte Position ein. Manchmal funktioniert aber auch das nicht mehr und der Finger muss mit der anderen Hand bewegt werden.

Der Schnappfinger kommt relativ häufig vor und wird meistens bei Frauen diagnostiziert. Aber auch bestimmte Berufsgruppen wie Handwerker leiden nicht selten unter einem Schnappfinger.

Schnellender Finger/ Schnappfinger - Behandlung

Da diese Erkrankung, je nach Ausprägung, sehr schmerzhaft sein kann, sollte sie von einem Facharzt für Handchirurgie behandelt werden.

Man kann dies zunächst konservativ machen, indem man unter Gabe von Medikamenten die Hand für einige Zeit ruhig stellt. Hilft das nicht, muss in einem kleinen chirurgischen Eingriff das erste Ringband in der Beugefalte durchtrennt und die Knötchen entfernt werden. In aller Regel ist danach die Funktionsfähigkeit der Finger wieder hergestellt.

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Zuletzt aktualisiert am: 25.02.2020

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