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Psychotherapie: Therapiebedarf und Therapieformen

Unter der Psychotherapie versteht man die Behandlung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Es geht bei der Psychotherapie fast immer darum, ein solches Leiden von Menschen zu lindern oder zu heilen. Hierzu werden verschiedene psychotherapeutische Methoden, tiefgreifende Gespräche und Interventionstechniken eingesetzt.

Die Patienten sollen bei der Psychotherapie Lösungswege erkennen, neue Verhaltensweisen erlernen und durch den bewussten Kontakt mit ihrem Unterbewussten den Ursprung Ihrer Erkrankung bzw. Problematik erkennen.

Die Psychotherapie verfolgt grundsätzlich das Ziel, „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Die Ärzte oder Therapeuten, die die Psychotherapie leisten, geben Hinweise, stellen Fragen und offerieren Möglichkeiten, die den Patienten selbständig dazu anleiten, seine Probleme zu erkennen und zielgerichtet an diesen zu arbeiten. Durch diesen Ansatz erfährt der Patient eine besondere Form der Selbstwirksamkeit und entwickelt zudem keine Abhängigkeit von dem Therapeuten oder der Psychotherapie.

Psychotherapie - Kostenübernahme durch die Krankenkassen

Die Krankenkassen in Deutschland haben drei verschiedene Therapieformen bzw. Settings der Psychotherapie zertifiziert, für welche sie die Kosten übernehmen. Dies sind die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die Psychoanalyse und die Verhaltenstherapie. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie hat einen maximalen Umfang von 100 Stunden bzw. Sitzungen, die Verhaltenstherapie maximal 80 Stunden und die Psychoanalyse gar 300 Stunden. Eine psychotherapeutische „Stunde“ beträgt in der Regel 50 Minuten.

Über die drei zertifizierten Therapieformen hinausgehende Alternativverfahren der Psychotherapie müssen vom Patienten in der Regel selbst bezahlt werden - so etwa die Paartherapie, Familientherapie, Gestalttherapie, Körpertherapie, Systemische Therapie und die Hypnotherapie.Die Psychotherapie darf nur von Therapeuten und Ärzten offeriert werden, die eine entsprechende Zusatzausbildung absolviert haben. Anders verhält es sich bei der Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen, bei der auch weitere pädagogische Berufsgruppen Therapien durchführen dürfen, wie etwa bei den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten.

Welches psychotherapeutische Verfahren sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Erkrankung, deren Schwere und den Auswirkungen auf das Alltagserleben ab. Die Abwägung und Entscheidung hierzu trifft der Therapeut oder Arzt in Absprache mit dem Patienten. Zu der Wahl eines für ihn „guten“ und zu ihm und seiner Problematik „passenden“ Therapeuten kann der Ratsuchende Therapeutenlisten aus seiner räumlichen Umgebung erhalten. Ansprechpartner für diese Listen ist zum Beispiel die Krankenkasse.

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Zuletzt aktualisiert am: 25.02.2020

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