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Langzeit-EKG

Die Abkürzung EKG steht für Elektrokardiografie bzw. die hiermit entstandenen Aufzeichnungen, das Elektrokardiogramm. Beim Zusammenziehen und Ausdehnen des Herzmuskels treten elektrische Impulse auf, die über Elektroden an der Hautoberfläche erfasst werden können. Die Speicherung dieser Messdaten erfolgt über ein kleines Gerät, das am Gürtel befestigt wird.

Die aufgezeichneten Kurvendiagramme bilden anschaulich ab, in welcher funktionalen und anatomischen Verfassung das Herz ist und ermöglichen aussagestarke Rückschlüsse auf dessen Gesundheitszustand. Ein Langzeit-EKG zeichnet die elektrische Herzmuskelaktivität im Laufe eines oder mehrerer Tage auf. Zu den wichtigsten Anwendungsbereichen des Langzeit-EKGs zählt die Analyse von unregelmäßig auftretenden Herzrhythmusstörungen.

Zuverlässige Diagnostik von Herzerkrankungen

Prinzipiell funktioniert das Langzeit-EKG genau wie ein Ruhe- oder Belastungs-EKG – durch den längeren Aufzeichnungszeitraum und die Analyse der Herzerregung bei alltäglichen Bewegungsabläufen lassen sich Herzrhythmusstörungen mit dem Langzeit-EKG aber wesentlich detaillierter untersuchen. Anhand eines Langzeit-EKGs lassen sich zuverlässigere Aussagen über den Herzrhythmus treffen als über eine punktuelle Messung in der Arztpraxis.

Diverse Herzerkrankungen können nahezu ohne spürbare Symptome auftreten, obwohl sie bereits ein gefährliches Stadium erreicht haben. Gesundheitsprobleme des Herzens sollten jedoch möglichst frühzeitig diagnostiziert werden, um rechtzeitig mit einer geeigneten Therapie beginnen zu können. Über ein Langzeit-EKG lassen sich auch Herzerkrankungen mit unauffälligen Symptomen gut erkennen. Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Kontrolle von medikamentösen Therapien oder der Herztätigkeit bei Verwendung eines Herzschrittmachers.

Das Langzeit-EKG im Überblick

  • Aufzeichnung der elektrischen Herzerregung (mind. 18 Stunden)
  • Ein kleines Aufzeichnungsgerät wird am Gürtel befestigt
  • Herzmuskelaktivität bei alltäglichen Bewegungsabläufen
  • Zuverlässige Diagnostik von Herzrhythmusstörungen
  • Früherkennung von gefährlichen Herzerkrankungen

Ablauf des Langzeit-EKGs

Um die elektrischen Impulse aufzeichnen zu können, legt der behandelnde Arzt Elektroden an, die mit dem Aufzeichnungsgerät verbunden sind. Das handliche Aufzeichnungsgerät wird bequem am Körper getragen, sodass es die gewohnten Bewegungsabläufe nicht beeinflusst. Üblicherweise erfolgt das Langzeit-EKG für 24 Stunden, unter Umständen ist aber auch ein längerer Zeitraum erforderlich, um eine präzise Diagnose erstellen zu können.

Mitarbeit des Patienten

Für eine möglichst aussagestarke Diagnostik anhand der aufzeichneten Daten ist es von großer Bedeutung, dass der Patient aufmerksam verfolgt, wie sich sein Befinden über den Tagesverlauf verändert. Innerhalb eines Tages vollführt das menschliche Herz unter normalen Umständen etwa 100.000 Schläge. Während körperlicher Belastung schlägt es aber wesentlich öfter als während einer Ruhephase.

Der Patient sollte sich hierzu gewissenhaft Notizen machen. Über die gesamte Dauer des Langzeit-EKGs sollte der Patient sorgfältig aufzeichnen, welchen Aktivitäten er nachgeht, damit die aufgezeichneten Kurven im richtigen Zusammenhang betrachtet werden. Dies hilft dem behandelnden Arzt sehr dabei, die Daten und Kurven detailgetreu zu interpretieren.

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Zuletzt aktualisiert am: 28.10.2020

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