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Computertomographie (CT)

Die Computertomographie ist eine Weiterentwicklung der klassischen Röntgenaufnahmen, die wesentlich detailliertere Aussagen ermöglicht. Der aus altgriechischen Wortstämmen gebildete Begriff Tomographie lässt sich mit „Schichtdarstellung“ übersetzen. Anders als bei klassischen Röntgenaufnahmen ermöglicht die CT detaillierte Aufnahmen ganzer Körperbereiche und Organe.

Hierfür wird der Körper kontinuierlich mit Röntgenstrahlen durchleuchtet, was eine höhere Strahlenbelastung bedeutet. Zu den praktischen Vorteilen der Computertomographie zählt ihre schnelle Durchführbarkeit – die Daten für CT-Aufnahmen sind innerhalb weniger Minuten erhoben. Die Magnetresonanztomografie (MRT) dauert deutlich länger, kommt aber dafür ohne belastende Strahlung aus. Eine Untersuchung im Computertomographen kann beispielsweise erforderlich sein, um Unfallschäden im Körperinneren schnell und zuverlässig zu beurteilen.

Vorbereitung auf CT-Aufnahmen

Sofern möglich, sollten Arzt und Patient gemeinsam überlegen, ob das diffuse, in den meisten Fällen geringe Risiko der Strahlenbelastung in Kauf genommen wird. Im Vorfeld der Computertomographie erfolgt ein gründliches Anamnesegespräch. Ist eine CT mit Kontrastmittel geplant, müssen bestimmte Vorerkrankungen, beispielsweise eine gestörte Funktion der Schilddrüse und der Nieren, und Unverträglichkeiten ausgeschlossen werden.

Im Beratungsgespräch klärt sich auch, ob der Patient nüchtern zu den CT-Aufnahmen erscheinen muss. Entscheidend für eine gute Bildqualität ist, dass der Patient sich während der Untersuchung möglichst wenig bewegt. Um sicher zu gehen, können Beruhigungsmittel oder Narkotika verabreicht werden.

So verläuft die Untersuchung

Der Patient wird liegend in eine Röhre geschoben, wo er dann von einem beweglichen Ring umkreist wird. Die sich drehende Röntgenröhre sendet fächerförmige Strahlenbündel aus, die die zu untersuchenden Körperabschnitte von allen Seiten durchleuchtet. Unterschiedliche Gewebe schwächen diese Strahlen verschieden stark ab, nicht alle ausgesendeten Röntgenstrahlen gelangen bis zum Detektor auf der gegenüberliegenden Seite der ringförmigen Apparatur.

Knochen beispielsweise lassen nur einen geringen Teil der Röntgenstrahlung passieren, wodurch sie auf den CT-Bildern hell aussehen. Beim CT werden viele Bilder hintereinander erzeugt, um einzelne Schichten abbilden zu können. Veränderungen im Gewebe können auf diese Weise in ihrer gesamten Ausdehnung dargestellt werden. Bei modernen Computertomografen bewegt sich der Untersuchungstisch nach vorne, was überlagerungsfreie Darstellungen ganzer Körperabschnitte ermöglicht.

Die Messdaten werden in elektronische Signale umgewandelt und im Computer zu Schichtbildern in verschiedenen Grautönen umgerechnet. Digital berechnete dreidimensionale Modelle können dann aus sämtlichen Blickwinkeln studiert werden.

Anwendungsbereiche der CT

Die Computertomographie kann prinzipiell zur Untersuchung aller krankhafter Veränderungen im Körperinneren eingesetzt werden. Für manche Gewebearten wie Bänder und Knorpel ist jedoch die Kernspintomographie bzw. Magnetresonanztomografie (MRT) besser geeignet.

In der Häufigkeit belegen CT-Aufnahmen des Kopfes den ersten Rang, gefolgt von CT-Aufnahmen der Wirbelsäule und der Extremitäten. Auch der Bauchraum (Abdomen), der Brustraum (Thorax) und skelettale Strukturen werden häufig mit Computertomographie untersucht, um präzise Diagnosen stellen zu können.

Eine besondere Relevanz erfährt die Computertomographie in der Tumor-Diagnostik. Grüße, Ausdehnung und Lokalisation von tumorartigen Gewebewucherungen inklusive der Tochtergeschwulste (Metastasen) lassen sich anhand von CT-Bildern gut beurteilen. Die Aufnahmen ermöglichen die detaillierte Planung von Strahlentherapien und aufwändigen chirurgischen Eingriffen im Rahmen der Tumorbekämpfung.

Die Computertomographie kommt auch zum Einsatz, um diagnostische und therapeutische Eingriffe wie die Entnahme von Gewebeproben aus tiefen Körperschichten und das Ableiten von Flüssigkeitsansammlungen durch Punktion bzw. Drainage mit höchster Präzision durchführen zu können.

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Zuletzt aktualisiert am: 28.10.2020

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Dr. Frank Schubert
Dr. Frank Schubert über:

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