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Brustverkleinerung
Wenn große Brüste zur Last werden

Viele Frauen träumen von größeren Brüsten, aber dass sehr große Brüste schnell mal zum Problem werden können, scheint kaum jemanden bewusst zu sein. Chronische Rückenschmerzen, Verspannungen, einschneidende BH-Träger, Hautinfekte in der Brustumschlagfalte und vor allem bei jüngeren Frauen eine psychische Belastung – zu all diesen Belastungen können zu große Brüste führen. Da ist es nicht verwunderlich, wenn so manche Frau mit dem Gedanken spielt, sich die Brüste verkleinern zu lassen. Aber wie läuft das ab und worauf sollte man bei der Auswahl der Fachärzte achten?

Facharzt für Plastische Chirurgie

Auf die Qualifikation des Arztes zu achten, ist unbedingt empfehlenswert, denn Bezeichnungen wie Schönheitschirurg, kosmetischer oder ästhetischer Chirurg sind keine geschützten Bezeichnungen. Das heißt, dass sich jeder niedergelassene Arzt so nennen kann. Stattdessen sollten Sie nach Qualifikationsbezeichnungen wie Facharzt für Plastische Chirurgie oder Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Ausschau halten, denn bei solchen Ärzten können Sie sich sicher sein, dass diese schon mindestens sechs Jahre in ihrem Bereich tätig sind und eine entsprechende Facharztprüfung absolviert haben.

Wie erfolgt eine Brustverkleinerung?

Bei einer Brustverkleinerung entfernt der Chirurg überschüssiges Haut-, Fett- und Drüsengewebe aus dem unteren Brustbereich und versetzt die Brustwarzen weiter nach oben. Aus den oberen Teilen formt der Chirurg anschließend jeweils die neue, kleinere Brust. Meist wird im Zuge dessen auch gleich eine Bruststraffung gemacht.

Eingriffe dieser Art finden für Patienten unter Vollnarkose statt und dauern durchschnittlich etwa 2-4 Stunden. Häufig sind diese Operationen mit mindestens einer Übernachtung im Krankenhaus verbunden. Die Art des Eingriffs hängt jedoch von vielen verschiedenen Faktoren wie Größe und Beschaffenheit der Brüste sowie den persönlichen Wünschen der Patienten ab, weswegen Sie sich im Voraus ausführlich mit Ihrem behandelnden Plastischen Chirurgen beraten sollten.

Was ist nach der Operation zu beachten?

In den ersten Tagen fühlen sich die Brüste gespannt an und tun weh, jedoch klingen die Schmerzen recht schnell wieder ab. Bereits wenige Tage nach der Brustverkleinerung können die sogenannten Wunddrainagen gezogen werden, welche der Plastische Chirurg während der Operation einlegt, um Blut und Wundsekret abzuleiten.

Einige Tage nach dem Eingriff wird der zunächst angelegte Druckverband durch einen medizinischen Büstenhalter ersetzt, der vorerst den ganzen Tag lang getragen werden muss. Nach einer Brustverkleinerung sollte man zunächst nicht auf dem Bauch schlafen und keinen Sport machen. Auch körperliche Aktivitäten, die insbesondere Ihren Oberkörper sowie Ihre Arme belasten, sind zu vermeiden. Lassen Sie sich auch hier von Ihrem behandelnden Arzt genaustens beraten.

Mögliche Risiken einer Brustverkleinerung

Unabhängig von der Ausgangsgröße können Zielgrößen wie B-Cup oder C-Cup meist ohne Probleme erreicht werden, dennoch birgt dieser operative Eingriff auch ein paar Risiken, die man bei der Entscheidung auf jeden Fall berücksichtigen sollte. Solch ein operativer Eingriff kann Gefühlsstörungen an den Brustwarzen sowie den Verlust der Stillfähigkeit zur Folge haben, weswegen Sie als Patientin darüber nachdenken sollten, mit diesem Eingriff erst nach dem Erfüllen des Kinderwunsches zu warten. Selten kann es auch zum Verlust der Brustwarzen kommen. Eine etwas häufiger auftretende Folge nach einer Brustverkleinerung ist die Wundheilungsstörung, bei der die Wundheilung unterbrochen oder verzögert vonstattengeht.

Jedoch sollten Sie sich nicht zu sehr von diesen Risiken abschrecken lassen, denn sie treten dennoch recht selten auf. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem behandelnden Arzt vor der Operation über die bestehenden Risiken.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Brustverkleinerung?

Tatsächlich übernehmen Krankenkassen die Kosten für eine Brustverkleinerung in bestimmten Fällen, und zwar dann, wenn der Eingriff medizinisch notwendig ist. Allerdings ist die Höhe der Kostenübernahme abhängig vom Aufwand und der Länge des Krankenhausaufenthalts. Sie liegt zwischen 4.000 Euro und 7.500 Euro, was in etwa die durchschnittlichen Kosten einer solchen Brustverkleinerung sind.

Lassen sie sich am besten von einem Arzt ein Attest ausstellen. Vor allem bei körperlichen Beschwerden wie chronischen Rückenschmerzen oder Verspannungen aufgrund Ihrer großen Brüste lohnt es sich, einen Orthopäden aufzusuchen. Aber auch Ihr Frauenarzt, Psychologe (bei starker psychischer Belastung) oder Ihr Plastischer Chirurg können Ihnen ein Attest ausstellen. Sollten Ihre Brüste deutlich asymmetrisch sein, gibt es in der Regel weniger Hürden beim Antrag auf Kostenübernahme, allerdings lohnt es sich auch hier, vorab den Umfang der Kostenübernahme mit Ihrer Krankenkasse zu klären.

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Zuletzt aktualisiert am: 06.05.2022

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