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Expertensprechstunde:

Schleimhauttransplantation

Der Mund- Kiefer- Gesichtschirurg Dr. Walter Kaiser beantwortet uns im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen von Patienten.

 

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Schleimhauttransplantation

Spezialisten für Schleimhauttransplantation finden Sie in unserem Partner-Portal Zahnimplantate-Arztsuche.

Schleimhauttransplantation
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Ich habe schlimme Parodontitis mit schwerem Zahnfleischrückgang an den unteren Schneidezähnen. Jetzt hat mein Hauszahnarzt gesagt, ich soll beim Oralchirurgen eine Schleimhauttransplantation bekommen. Wie kann ich mir das denn vorstellen?

Eine Schleimhauttransplantation ist ein probates Mittel zur Behandlung der Parodontitis, wenn die konventionellen Möglichkeiten bereits ausgeschöpft sind oder der Zahnfleischdefekt sehr groß ist. Die Schleimhauttransplantation wird erst nach einer erfolgreichen Parodontitis-Therapie vorgenommen. Dazu wird zum Beispiel aus der Gaumenregion ein geeignetes Stück Mundschleimhaut entnommen. Die Gaumenwunde wird mit einer Platte abgedeckt und heilt wieder zu. Das Transplantat kann jetzt dazu verwendet werden, einen größeren Defekt abzudecken, indem es nach geeigneter Vorbereitung in das Operationsgebiet eingenäht oder geklebt wird. Das Nahtmaterial ist in der Regel selbstauflösend. Nach wenigen Wochen ist das Transplantat in das umgebende Gewebe fest eingewachsen und der Defekt geschlossen.

Brauche ich für die Schleimhauttransplantation eine Narkose? Tut die Operation weh? Wie lange dauert es, bis alles verheilt ist?

Es ist immer individuell mit jedem Patienten abzuklären, ob ein solcher Eingriff unter örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose vorgenommen wird. Ängstlichen und schmerzempfindlichen Patienten ist eine Vollnarkose zu empfehlen. Durch die Betäubung ist eine Schleimhauttransplantation selbstverständlich schmerzfrei, es ist aber danach im Verlauf der Wundheilung mit einer gewissen Beeinträchtigung zu rechnen. Es dauert jedoch nur wenige Tage, bis die Wunden im Mund verheilt und Sie schmerzfrei sind.

Ich habe schon jahrelang Zahnimplantate. An den Rändern der darauf sitzenden Kronen sieht man inzwischen diese hässlichen "Metallstreifen" am Zahnfleischrand. Ich glaube, dass mein Zahnfleisch stark zurückgegangen ist. Würde mir eine Schleimhauttransplantation helfen?

Dies ist einer der ganz klassischen Fälle für die Anwendung der Schleimhauttransplantation. Gerade in solchen Fällen ist die Schleimhaut-transplantation das Mittel der Wahl, um das zurück gegangene Zahnfleisch mit einem Transplantat zu ergänzen und zugleich den weiteren Zahnfleischschwund aufzuhalten. Die Operation dient nicht allein ästhetischen Zwecken, sondern ist unabdingbar, um einen weiteren Rückgang der Gingiva (Mundschleimhaut) im betroffenen Areal zu verhindern.

Kann ich eine Schleimhauttransplantation bei meinem normalen Zahnarzt machen lassen?

Dies ist abhängig von der Ausbildung und Spezialisierung Ihres Zahnarztes. Eine Schleimhauttransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, der unbedingt in die Hände eines erfahrenen Oralchirurgen gehört, der in diesem Fachgebiet speziell ausgebildet ist. Allein die Entnahme eines geeigneten Transplantats benötigt schon große Erfahrung und Geschick bei der Handhabung der dazu verwendeten Instrumente, denn die Dicke der entnommenen Mundschleimhaut ist z. B. sehr wichtig. Ist das Transplantat zu dick, sind Narbenwucherungen und Vorwölbungen der transplantierten Mundschleimhaut möglich, ist es zu dünn, wächst es unter Umständen nicht an.

Ich bin 39 und habe schiefe Frontzähne. Ich möchte gerne meine Zähne richten lassen und habe mich jetzt für eine feste Zahnspange entschieden, die ich ungefähr zwei Jahre tragen soll. Mein Kieferorthopäde hat aber gesagt, dass ich zu dünnes Zahnfleisch an den unteren Schneidezähnen habe und damit alles gut geht, bräuchte ich dort vorher eine Schleimhauttransplantation. Das verstehe ich überhaupt nicht.

Gerade bei Menschen mit einer sehr dünnen oder bereits zurückgegangenen Mundschleimhaut besteht die Gefahr, dass es zu einem ernsten Schleimhautdefekt kommen kann, wenn infolge einer kieferorthopädischen Behandlung die Zähne nach außen hin verschoben werden. Um dem vorzubeugen, kann eine vorherige Schleimhauttransplantation diese Gefahr ausschalten und somit der Entstehung eines solchen Defekts vorbeugen.

Ich bin 76 Jahre alt und bei mir soll im Mund ein Geschwür am Kieferknochen entfernt werden. Ich befürchte aber, dass da hinterher ein Loch bleibt und der Knochen zu sehen ist und ich dort kein Zahnfleisch mehr habe. Mich plagen dahingehend viele Ängste. Was kann man da tun?

Ihre Ängste sind unbegründet. Mit den Methoden der heutigen Medizin brauchen Sie keinesfalls zu befürchten, dass nach Entfernung einer Geschwulst am Kieferknochen "Löcher" zurückbleiben werden. Der im Operationsgebiet entfernte Kieferknochen wird entweder durch ein geeignetes Eigen-Transplantat ersetzt oder es kommt ein spezielles Bio-Ersatzknochengranulat zum Einsatz, welches in das Operationsgebiet eingebracht wird und den umgebenden Knochen dazu anregt, in das Operationsgebiet "hineinzuwachsen". So macht man es nämlich auch, um den Kieferknochen, der durch den Knochenschwund im Alter an Breite und Höhe verloren hat, für Zahnimplantate vorzubereiten. Und die fehlende Schleimhaut im Operationsgebiet lässt sich problemlos mit einem geeigneten Transplantat ergänzen.

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema Schleimhauttransplantation oder zu unserem Experten, dem Mund- Kiefer- Gesichtschirurg Dr. Walter Kaiser aus Neuss finden Sie hier:

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