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Expertensprechstunde:

Hormonambulanz bei Frauen

Der Frauenarzt Dr. Bertram Pielmeier aus München beantwortet uns im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen von Patienten.

 

> zum Experten-Profil von Dr. Bertram Pielmeier

Warum hat Ihre Praxis einer Hormonambulanz?

Problematiken der hormonellen und genetischen Veränderungen begleiten eine Frau durch ihr gesamtes Leben. Das beginnt in der Pubertät, geht über den Empfängnisschutz und die Familienplanung – dazu gehört auch der unerfüllte Kinderwunsch – und endet in den Wechseljahren. Fast alle Frauen sind davon betroffen, deshalb beschäftigen wir uns damit im Schwerpunkt.

Ich möchte keinen hormonellen Verhütungsmittel haben, gibt es Alternativen zu den klassischen Verhütungsmethoden?

Das genau ist eines der Themen der modernen natürlichen Familienplanung. Damit kann eine ebenso hohe Vergütungssicherheit erzielt werden, wenn sich die Paare an die Regeln halten. Wir unterrichten Frauen über die Möglichkeit, ihren Körper so zu beobachten, dass sie genau über ihren Zyklusbescheid wissen.

Die andere Seite der modernen natürlichen Familienplanung unterstützt Paare dabei, sich ihren Kinderwunsch aktiv zu erfüllen. Dabei kommen eine Reihe weiterer Untersuchungsmethoden zur Anwendung, wobei darauf geachtet werden muss, sie zum richtigen Zyklustag durchzuführen. Damit wird sichergestellt, dass falsche Verdachtsdiagnosen – wie Gelbkörperschwäche oder fehlender Eisprung – verhindert werden.

Meine Tochter ist zwölf Jahre alt. Eigentlich ist sie noch ein Kind, körperlich ist sie aber bereits in der Pubertät. An welchen Arzt muss ich mich wenden?

Diese Frage wird uns häufig gestellt, denn einerseits ist die Zeit für den Kinderarzt bereits vorbei, Müttern erscheint aber der Besuch beim Frauenarzt als zu früh. Genau dafür haben wir eine Teenager-Sprechstunde eingeführt, denn bereits in diesem Alter können die ersten gynäkologischen Problematiken auftreten. So zum Beispiel können zyklische Hormonschwankungen auftreten, die psychische und organische Beschwerden auslösen. Die moderne endokrinologisch Gynäkoloie bietet dabei eine Fülle von Therapiemöglichkeiten.

Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl in die Wechseljahre zu kommen, obwohl ich nach wie vor meinen Zyklus habe. Begleitet wird dies durch eine Vielzahl unregelmäßig auftretender Beschwerden, wie beispielsweise Schmerzen im Unterleibsbereich, dem Auftreten von Muskelknoten und schlecht heilenden Verletzungen. Was muss ich unternehmen?

In jedem Fall sollten Sie sich in die Hände eines Spezialisten begeben, der sich mit durch Östrogenmangel bedingten Wechseljahresbeschwerden auskennt. Dort wird eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt, die auch eine Familien Anamnese einschließt. Danach erfolgt eine Eigenanamnese, in deren Fokus ihrer Lebensweise steht. Im Anschluss daran sollten Krebsvorsorgeuntersuchungen und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, um beispielsweise Krebserkrankungen im Frühstadium ausschließen zu können. Erst nach einer Abklärung von einer Vielzahl von Risikofaktoren kann dann mit einer Hormonersatztherapie begonnen werden.

Meine Tochter ist 15 Jahre alt und hat ein sehr weibliches Erscheinungsbild. Dennoch beobachte ich an ihr eine beginnende Behaarung an Oberlippe und Kinn. Was kann ich tun?

Bei vielen jungen Mädchen zwischen 15 und 20 Jahren beobachtet man sogenannte Androgenisierungserscheinungen. Dazu gehören auch die von Ihnen genannten Behaarungsstörungen. Für das Selbstwertgefühl der jungen Patientinnnen ist das häufig sehr belastend. Wir erheben eine sorgfältige Krankengeschichte, dazu gehört auch eine Untersuchung der Eierstöcke und eine Familienanamnese. Dann führen wir eine Hormonanalyse durch und anhand der Befunde entscheiden wir, ob wir lokale oder hormonelle Behandlungen durchführen, die den jungen Patientinnen das Leben erleichtern.

Ich bin Mitte 40, beruflich stark eingespannt und fühle mich in der letzten Zeit lust- und leidenschaftslos. Kann das durch eine beginnende Menopause erklärt werden?

Die Symptome können ein Zeichen für verschiedene Veränderungen im Körper sein. Es können Hormonschwankungen vorliegen, weil der Rhythmus, in dem die Hormone freigesetzt werden, verschoben ist. Es ist ein Zeichen, dass die Wechseljahre bald kommen werden. Es kann aber auch ein Zeichen dafür sein, dass der Körper sehr viel geleistet hat, aber erschöpft ist und seine Mikronährstoffe zu schnell verbraucht. Der Körper kann diese Mikronährstoffe nicht in ausreichender Menge bilden und hat dadurch entsteht ein Defizit. Bitte wenden Sie sich an einen Arzt, der diese Befindlichkeitsstörungen deuten kann und dabei hilft, dass aus Befindlichkeitsstörungen keine Krankheiten entstehen. Die präventive Medizin erfüllt all diese Voraussetzungen.

Wir sind Mitte 30 fühlen uns gesund und fit, aber unser Wunsch nach einem Kind will und will nicht in Erfüllung gehen........

Die moderne Gynäkologie und ihre Fertilisationstechniken sind so umfangreich, dass dies den Rahmen an dieser Stelle sprengen würde. Manchmal genügen ganz einfache Maßnahmen und kleine Tipps, damit sich eine Schwangerschaft einstellt, in anderen Fällen ist eine Operation oder eine Hormonbehandlung bei der Frau, manchmal auch beim Mann, angezeigt. Erst bei Erfolglosigkeit solcher Maßnahmen kann man zur künstlichen Befruchtung raten, damit sie noch ein gemeinsames Kind bekommen.

Mein Frauenarzt hat mir gesagt, dass ich unter Endometriose leide. Was muss ich mir darunter vorstellen?

Als Endometriose wird das Auftreten von Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnlich ist, außerhalb der Gebärmutter bezeichnet. Obwohl es sich außerhalb der Gebärmutter befindet, kann es ähnliche zyklische Veränderungen durchlaufen wie die Gebärmutterschleimhaut selbst. Das führt häufig zu schmerzhaften Entzündungsreaktionen, Narbenbildungen und oft auch zu einer eingeschränkten Fruchtbarkeit. Je nach Art und Schwere der Endometriose kann eine Hormonbehandlung helfen.

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema "Hormonambulanz bei Frauen" oder zu unserem Experten, dem Frauenarzt Dr. Bertram Pielmeier aus München, finden Sie hier:

> zum Experten-Profil von Herr Dr. Bertram Pielmeier

> zur Praxis-Homepage

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