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Expertensprechstunde:

Haarausfall bei Frauen

Die Allgemeinmedizinerin Dr. Britta Manchot aus Hamburg beantwortet uns im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen von Patienten.

 

> zum Experten-Profil von Dr. Britta Manchot

Als Frau mittleren Alters leide ich unter zunehmendem Haarausfall. Ich möchte gerne eine fundierte Antwort auf meine Frage bekommen, welchen Ursachen dieser Haarausfall bei Frauen zugrunde liegt?

Eine ganze Reihe von Ursachen kann Haarausfall bei Frauen auslösen oder begünstigen. In manchen Fällen spielt die genetische Veranlagung eine Rolle. Auch Stress und hormonelle Umstellungen können das Haarwachstum negativ beeinflussen. Grundsätzlich bestehen natürlich enge Zusammenhänge zur Ernährung, dem Stoffwechsel und dem Ausmaß an körperlicher Aktivität – wie es sehr oft der Fall ist, wenn es um die Funktionalität und die Erneuerung auf Zellebene geht. Eine Schlüsselrolle kommt hierbei den Mitochondrien zu, die entscheidend am Zellstoffwechsel beteiligt sind.

Können Sie die Funktionsweise der Mitochondrien etwas näher erläutern?

Gerne! Mitochondrien sind in nahezu allen menschlichen Körperzellen vielfach enthalten und regulieren zahlreiche lebenswichtige Stoffwechselprozesse. Es handelt sich um Organellen, die eine eigene Membran und eigenes Erbgut aufweisen. Sie produzieren unter Mitwirkung von Sauerstoff aus der Atemluft und der aufgenommenen Nahrung das Molekül ATP, das die Energie für die meisten Stoffwechselprozesse bereitstellt.

Wenn die auch als 'Kraftwerke der Zelle' bezeichneten Mitochondrien beschädigt werden, kann dies zahlreiche negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Unter anderem kann das Erbgut der Mitochondrien (mtDNA) schwere Schäden erleiden – ausgelöst durch Umweltbelastungen wie Abgase und Giftstoffe in der Nahrung und Konsumgütern. Viele chronische Erkrankungen lassen sich auf beschädigte Mitochondrien zurückführen.

Wie beeinflussen die Mitochondrien das Haarwachstum?

Auch die Energie, die für das Haarwachstum aufgewendet wird, entstammt den Mitochondrien. Wenn die Mitochondrien in den Zellen, die das Haarwachstum regulieren, geschädigt werden, können die Haare nicht mehr in dem vorgesehenen Ausmaß erneuert werden.

Welche Möglichkeiten bietet die mitochondriale Medizin für Haarausfall bei Frauen?

Mit biochemischen und molekularbiologischen Diagnoseverfahren können die mitochondrialen Störungen näher bestimmt werden. Durch geeignete Gegenmaßnahmen wie eine Umstellung der Ernährung und Stressabbau kann gerade der Haarausfall bei Frauen in vielen Fällen dann gestoppt werden. In anderen Fällen helfen spezielle Therapien wie die IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie).

Wie funktioniert die IHHT gegen Haarausfall bei Frauen?

Über eine Atemmaske wechselt sich in unterschiedlichen Intervallen die Zufuhr von Sauerstoff ab –so fällt die Konzentration einerseits gering und andererseits erhöht aus. Der auf diese Weise bei der Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie verabreichte Sauerstoff fördert die Bildung neuer Mitochondrien mit gesundem Erbgut. Die erkrankten Mitochondrien hingegen können sich diesen Bedingungen nicht anpassen und sterben ab. Mit unserer IHHT haben wir Haarausfall bei Frauen in Hamburg schon in vielen Fällen erfolgreich stoppen können. Es handelt sich hierbei um eine schonende Therapie, bei der der Patient entspannt liegt oder sitzt und normal intensiv ein- und ausatmet. Eine Sitzung dauert etwa 45 Minuten.

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema
Haarausfall bei Frauen, oder zu unserer Expertin,
der Allgemeinmedizinerin Dr. Britta Manchot aus Hamburg, finden Sie hier:

 

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