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Expertensprechstunde:

Craniomandibuläre Dysfunktion - Behandlung und Kosten

Der Zahnarzt Dr. Jürgen Jansen aus Korschenbroich beantwortet uns im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen von Patienten.

 

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craniomandibuläre Dysfunktion
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Mein Zahnarzt hat mir gesagt, mein Biss stimmt nicht, denn ich habe CMD. Er will mich deshalb an einen Spezialisten überweisen. Was kann ich mir unter CMD denn vorstellen?

CMD ist die Abkürzung für Craniomandibuläre Dysfunktion. Dies ist eine Fehlstellung des Kiefergelenks, eine Störung der Bisslage. Ihr Zahnarzt hat es schon prägnant beschrieben: der Biss stimmt nicht.

Die Ursachen können vielfältig sein. Manche Menschen mit CMD haben keine oder kaum Beschwerden, bei anderen kommt es zu Schmerzen in den Kaumuskeln oder im Kiefergelenk, weiterhin können aber auch andere Schmerzen, Verspannungen oder Fehlhaltungen der Wirbelsäule auftreten. Der menschliche Körper ist ein ganzheitliches System. Wenn ein Gelenk betroffen ist, wirkt sich dies auch auf die anderen Komponenten aus.

Bei mir wurde CMD festgestellt, ich knirsche viel mit den Zähnen, auch nachts im Schlaf, manchmal ist es so schlimm, dass die Kaumuskeln schon schmerzen. Was kann man da tun?

Suchen Sie einen Experten für Craniomandibuläre Dysfunktion auf. Er wird Sie sehr eingehend untersuchen, um die bei Ihnen vorliegende Fehlfunktion genauestens zu diagnostizieren. Danach werden Sie eine spezielle Aufbissschiene (medizinisch. Okklusionsschiene) erhalten. Mit dem Tragen der Aufbissschiene sollten Ihre Beschwerden in kurzer Zeit verschwunden sein, weil diese den fehlerhaften Biss beseitigt. Die Kiefer rücken mit der Schiene automatisch in die richtige Position. Haben sich Ihre Beschwerden eindeutig gebessert, ist der Beweis erbracht, dass Ihre Beschwerden durch CMD ausgelöst wurden.

Im zweiten Schritt wird ein Gipsmodell ihres Kiefers angefertigt. Nach eingehender Vermessung und Auswertung der Bissfehlstellung kann nun die CMD dauerhaft beseitigt werden. Dazu werden Kauflächen neu eingeschliffen oder mittels Keramik-Onlays oder -Overlays neu aufgebaut. Im Bedarfsfall kommen auch neue Keramikkronen und / oder Zahnimplantate zum Einsatz.

Ich leiden schon seit Jahren unter Migräne, jetzt hat mir meine Hausärztin gesagt, ich solle mich auf CMD untersuchen lassen. Ich sehe aber gar keinen Zusammenhang zwischen Zähnen und Migräne.

Die Fehlfunktion des Kiefergelenks kann weitreichende Folgen haben. Nicht nur Migräneattacken oder ständige Kopfschmerzen sind möglich, sondern z. B. auch Verspannungen im Hals-Schulter-Nackenbereich, Schmerzen im Gesicht, Tinnitus und Taubheitsgefühle, ganz abgesehen von Zähneknirschen oder Schmerzen in den Kiefergelenken oder der Kaumuskulatur.

Oftmals bleibt bei den genannten Beschwerden die CMD unerkannt. Es kann durchaus sein, dass Ihre Migräne durch CMD ausgelöst wird. Sie sollten einen Spezialisten für Funktionsdiagnostik des Kiefergelenks aufsuchen.

Ich bin seit Jahren wegen Verspannungen und Schmerzen in den Schultern in orthopädischer und physiotherapeutischer Behandlung. Aber weder Krankengymnastik, Massagen noch Schmerzmittel haben Besserung gebracht.

Es kann durchaus sein, dass Sie an CMD leiden. Vielen Fachärzten außerhalb der Zahnmedizin ist das Krankheitsbild der Kiefergelenk-Fehlstellung leider nicht geläufig. Deshalb bleiben viele Fälle unerkannt. Die Patienten leiden jahrelang unter unklaren Schmerzen oder Verspannungen, ohne dass eine eindeutige Ursache gefunden wird.

Nur in enger Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen und einem Spezialisten für Funktionsdiagnostik und -therapie kann Patienten geholfen werden, die unter  Beschwerden mit unklarer Ursache leiden. Meist nehmen diese schon jahrelang Schmerzmittel ein, die Magen und Nieren stark belasten.

Ich habe seit Jahren immer wieder schlimme Kopfschmerzen, auch Verspannungen im Nacken und Ohrgeräusche (Tinnitus). Gelegentlich ist es so schlimm, dass ich nachts von den Schmerzen aufwache. Ich wurde ständig weiter überwiesen, vom HNO zum Orthopäden, dann zum Internisten, auch zum Neurologen, schließlich wieder zum Hausarzt. Ein CT hat auch kein Ergebnis gebracht. Mein Hausarzt weiß keinen Rat, er findet keine Ursache. Ich habe Angst, langsam als Simulant zu gelten, dabei machen mir die ständigen Kopfschmerzen wirklich das Leben schwer.

Als Experte für Funktionsdiagnostik und -therapie erlebe ich diese Fälle immer wieder in meiner Praxis. Oft kommen Patienten mit solchen Beschwerden zu mir, für die scheinbar keine Ursache gefunden werden konnte. Und in vielen Fällen stellt sich dann heraus, dass der Patient an einer craniomandibulären Dysfunktion, also CMD, leidet.

Nach Anpassen einer Aufbißschiene klärt sich sehr schnell, ob eine fehlerhafte Bißstellung die Ursache der Beschwerden ist. Gehen diese mit dem Tragen der Schiene merklich zurück oder verschwinden ganz - oft sogar innerhalb weniger Tage – ist die Ursache ganz klar CMD.

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema "Craniomandibuläre Dysfunktion - Behandlung und Kosten" oder zu unserem Experten, dem Zahnarzt Dr. Jürgen Jansen, finden Sie hier:

> zum Experten-Profil von Herrn Dr. Jürgen Jansen

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