Pluspatient - das Ärzteportal von Patienten für Patienten

Pluspatient - das Ärzteportal von Patienten für Patienten

PlusPatient Finde uns
auf Facebook

facebook.com/PlusPatient

Expertensprechstunde:

Erschöpfung

Die Allgemeinmedizinerin Dr. Britta Manchot aus Hamburg beantwortet uns im Rahmen dieser Expertensprechstunde Fragen von Patienten.

 

> zum Experten-Profil von Dr. Britta Manchot

Können Sie die Ursachen und Symptome von übermäßiger Erschöpfung übersichtlich umreißen?

Erschöpfung kann natürlich grundsätzlich viele Ursachen haben, etwa stressbedingten Schlafmangel, Infektionskrankheiten oder Überarbeitung. Falsche Ernährung und Bewegungsmangel tun in vielen Fällen ihr Übriges. Weitere Ursachen für Erschöpfung liegen beispielsweise in einer Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut und Depressionen. Die Zunahme an unerklärlichen Erschöpfungszuständen steht außerdem im Zusammenhang mit der Belastung durch Umweltgifte.

Die möglichen Symptome, die mit übermäßiger Erschöpfung zusammenhängen, sind ebenfalls vielgestaltig. Zu den verbreiteten Symptomen von Erschöpfung zählen unter anderem auch Verspannungen, Zähneknirschen, Verdauungsschwierigkeiten und das häufige Auftreten von Erkältungen. Oftmals können die Betroffenen keine eindeutige Ursache ausfindig machen und fragen sich verzweifelt, weshalb sie ständig oder in kurz aufeinanderfolgenden Intervallen so wenig Energie verspüren.

Wie kommt es, dass heutzutage so viele Menschen unter scheinbar unerklärlichen Erschöpfungszuständen bzw. chronischer Erschöpfung leiden?

Falsche Ernährung, Bewegungsmangel, bestimmte Erkrankungen und negative Umwelteinflüsse können gerade in andauernder Kombination die Mitochondrien stark beschädigen, welche als 'Energiekraftwerke' in unseren Zellen den Hauptanteil der Energie für unseren Stoffwechsel bereitstellen. Neben der belasteten Luft in vielen Städten nehmen viele Menschen zahlreiche schädliche Bestandteile von industriell gefertigten Nahrungsmitteln und Konsumgütern auf, die sich als Gifte in den Zellen ablagern.

Wie genau beeinflussen die Mitochondrien denn das Ausmaß an Erschöpfung?

In den meisten menschlichen Körperzellen sind mehrere hundert oder gar tausend Mitochondrien am Stoffwechsel beteiligt. Sie erzeugen das Molekül ATP, eine Art universellen Energieträger für zelluläre Prozesse. Mitochondrien besitzen eigenes Erbgut (mtDNA), das sehr angreifbar ist. 'Erkrankte' Mitochondrien haben die Tendenz, sich schneller zu vermehren. In der Folge steht unserem Körper immer weniger Energie für den Stoffwechsel und damit für sämtliche körperliche Vorgänge zur Verfügung.

Welche Therapie empfehlen Sie bei Erschöpfungssyndromen?

Eine gesunde, individuell abgestimmte Ernährung, ausreichend Bewegung und möglichst wenig belastender Stress sind natürlich grundsätzlich hilfreich gegen Erschöpfungszustände. Sind die Mitochondrien jedoch einmal geschädigt, reicht dies nicht immer aus. Unsere langjährige Erfahrung bei der Behandlung von Patienten, die unter Erschöpfung in Hamburg leiden, hat gezeigt, dass in vielen Fällen eine Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) hilft.

Wie funktioniert die IHHT?

Es handelt sich um eine für den Patienten angenehme Beatmung mit einer Sauerstoffmaske, bei der sich abgesenkte und erhöhte Sauerstoffkonzentration abwechseln. Hierdurch wird die Bildung neuer, gesunder Mitochondrien angeregt, die nach und nach die erkrankten Mitochondrien ersetzen. Der Grund hierfür ist: den veränderten Sauerstoffkonzentrationen sind Mitochondrien mit beschädigtem Erbgut nicht gewachsen. Während der Behandlung sitzt oder liegt der Patient entspannt und atmet mit normaler Intensität. Eine Therapiesitzung für IHHT dauert etwa eine Dreiviertelstunde.

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema
Erschöpfung, oder zu unserer Expertin,
der Allgemeinmedizinerin Dr. Britta Manchot aus Hamburg, finden Sie hier:

 

> zum Experten-Profil von Frau Dr. Britta Manchot

> zur Praxis-Hompage

Übermittlung Ihrer Stimme...

Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet! Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

zurück zur Übersicht